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Kaum vom Ball zu trennen: der Kurzzeit-Sinsener Said Dahoud (l.) kurvt durch Wiemelhausens Defensive.

Fußball-Westfalenligist geht in Sommerpause

Sinsens Ansprüche steigen

MARL - Mallorca muss noch warten. Während etliche Mannschaften auch aus der Region am Ballermann auf die Fußballsaison anstoßen, hat der TuS 05 seine Mannschaft am Abend nach einer letzten lockeren Übungseinheit einfach in die Sommerpause geschickt.

„Malle bleibt aber auch bei uns ein Thema“, sagt der Sportliche Leiter Christos Karaissaridis. Allerdings nicht zum Feiern, sondern zum Trainieren. Angedacht ist, im nächsten Winter ein Trainingslager auf der Insel aufzuschlagen. „Mal sehen, wie sich die Jungs in der Hinrunde schlagen.“

Die Ansprüche beim TuS 05 Sinsen dürften nach der starken Saison gestiegen sein. Tabellarisch hat der TuS 05 das Ergebnis der Saison 2016/17 wiederholt. Zum Abschluss der Ära von Trainer Martin Schmidt kletterte Sinsen am letzten Spieltag auf den dritten Platz.

50 Punkte spielte der TuS 05 damals ein – diesmal waren es 62. „Eigentlich sogar 65“, merkt Trainer Toni Kotziampassis mit Blick auf den „Dreier“ gegen den TSV Marl-Hüls, der nach dem Rückzug der Hülser wieder abgezogen wurde, an. „Auch wenn es für ganz oben am Ende nicht gereicht hat, bin ich stolz auf die Mannschaft.“

TuS 05 wird Kader stärker umbauen müssen als geplant

Die wird der 45-jährige A-Lizenzinhaber stärker umbauen müssen als zunächst geplant. Dass David Sdzuy, der seine Laufbahn in den USA fortsetzen wird, den Klub verlassen würde, stand lange fest. Nun aber gehen auch Marvin Piechottka, Johannes Engel, Marco Kampmann. Auch Nico und Robin Köhler sind in der kommenden Spielzeit nicht mehr für den TuS 05 am Ball. Die beiden Essener stehen vor einem Wechsel zum Niederrheinligisten FC Kray.

Unwahrscheinlich auch, dass Said Dahoud noch einmal für Sinsen spielt. Der jüngere Bruder von BVB-Profi Mahmoud Dahoud, der im Winter beim TuS 05 anheuerte und dann wochenlang mit der syrischen U21-Nationalmannschaft unterwegs war, lief beim 4:2-Erfolg bei Concordia Wiemelhausen zum ersten Mal in der Start-Elf auf.

Trainer Kotziampassis geriet hinterher fast ins Schwärmen – nicht nur wegen des hübschen Treffers, den Dahoud erst mit herausspielte und dann selbst erzielte: „Das Spiel hat gezeigt, was für ein guter Fußballer Said ist.“

Dahoud zauberte wohl nur in Wiemelhausen

Der 19-Jährige steht vor einem Umzug nach Düsseldorf und wird deshalb kaum nach Sinsen zurückkehren. Dafür hat schaut sich der TuS 05 nun doch nach weiteren Neuzugängen um. Fest steht, dass mit Yekta Yildiz ein 22-jähriger Verteidiger vom VfB Homberg nach Marl wechselt. Der Herner hat beim DSC Wanne-Eickel und DJK TuS Hordel in der Westfalenliga gespielt.

Dazu plant der TuS 05 noch zwei „Neuerwerbungen“ für die Offensive. „Die präsentieren wir aber erst, wenn wir Unterschriften haben“, sagt der Sportliche Leiter Christos Karaissaridis. Sicher ist sicher.

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