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Unter Druck: Die Abwehr des TuS 05 Sinsen ist am Stimberg nicht immer auf der Höhe.

Fußball

Woelks Präsizion hätte sich der TuS 05 gewünscht

OER-ERKENSCHWICK/MARL - Dass es nicht der Abend des TuS 05 Sinsen werden würde, hätte man früh ahnen können. Als kurz nach dem Anpfiff am Stimberg Robin Köhler die erste Schusschance hatte, traf der Jungstürmer den Ball so unglücklich, dass der weit am Tor vorbeirauschte und über den Zaun am Kunstrasenplatzes flog.

Womöglich wäre er in der Kasse am Eingang eingeschlagen – wenn dort nicht gerade eine Recklinghäuser Fußball-Koryphäe angestanden hätte: Lothar Woelk, mehr als 400 Bundesliga-Spiele für den VfL Bochum und den MSV Duisburg, nahm die „Kugel“ lässig an. So viel Präzision hätte sich Sinsens Trainer Toni Kotziampassis seiner Elf im Derby auch gewünscht. Vor allem in der ersten Hälfte. „Das war gar nichts“, kommentierte der Coach. Der TuS 05 spielte ungenau, presste halbherzig und wirkte in der Defensive fahrig. Höhepunkt: Das Missverständnis zwischen dem weit aus seinem Tor geeilten Torhüter Sven Jürgens und Emre Köksal auf der linken Abwehrseite vor dem 3:1 (40.): Erkenschwicks David Sawatzki brauchte den Ball nur ins verwaiste Tor zu kicken. „Da kannst du das Tor gleich selbst machen“, moserte Kotziampassis. Der Trainer erlebte dann mit, wie sich der TuS 05 nach der Pause steigerte. „Da hat die Mannschaft alles versucht und viele Möglichkeiten herausgespielt. Wir hätten zwingend das Anschlusstor erzielen müssen.“ Robin Köhler, Johannes Engel, Marco Kampmann, Marvin Piechottka oder Marius Speker – Sinsens Offensive ließ ansehnliche bis sehr gute Chancen ungenutzt oder scheiterte am Erkenschwicker Torhüter Philipp Amft. Vertan war damit auch die Möglichkeit, auf Platz eins zu klettern und den spielfreien Tabellenführer RSV Meinerzhagen unter Druck zu setzen. Trainer Kotziampassis trug es mannhaft. „Bei uns geht die Welt nicht unter, wir spielen trotzdem eine sehr gute Saison“, sagte der 45-Jährige. Und versprach, den Derby-Frust schnell abzustreifen. „Am Dienstag ist wieder Training, und am Sonntag werden wir dann alles daran setzen, den DSC Wanne-Eickel zu schlagen.“ Wozu es noch gut ist, wird sich zeigen.

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