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Der Titelverteidiger: Der TuS Sinsen setzte sich 2018 die Krone auf.

Hallenfußball

Alle sind heiß auf die Titelkämpfe

MARL - Wenn am Freitag in der Rundsporthalle um die Stadtmeisterschaft in der Halle gespielt wird, halten einige Trainer Überraschungen für möglich.

Die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft der Senioren in der Rundsporthalle eröffnet heute Abend ab 18 Uhr vor allem für Ausrichter FC Marl ein anstrengendes Wochenende, denn er organisiert auch noch die Titelkämpfe der D-Junioren am Samstag und das Spielfest der G-Junioren am Sonntag. Die Stadtmeisterschaft der „Großen“ wird mal wieder ausverkauft sein.

Ein ganz kleines Kartenkontingent gebe es noch, sagte der FC-Vorsitzende Claus Lanczek am Donnerstag. „Wer noch eine Karte braucht, kann am Freitag ab 11 Uhr bei uns am Platz an der Hagenstraße vorbeikommen.“ Am Turnierabend werde es keine Abendkasse mehr geben.

Sportlich ist die Frage nach dem Favoriten scheinbar schnell beantwortet. Denn der TuS 05 Sinsen ist nicht nur Titelverteidiger, sondern hat in der Westfalenliga auch eine ganz starke Hinrunde gespielt und führt das Feld an. Angesichts des (nicht nur) sportlich wankenden Liga-Konkurrenten TSV Marl-Hüls sowie der Tatsache, dass der VfB Hüls eine Klasse tiefer gegen den Abstieg kämpft, sind die Sinsener eigentlich der eine große Favorit.

„Als Titelverteidiger und mit dem TSV zusammen ranghöchster Verein, wollen wir uns natürlich gut präsentieren und so weit wie möglich kommen, aber das wollen wahrscheinlich auch andere“, sagt Sinsens Coach Toni Kotziampassis. „Und in der Halle gibt es immer Überraschungen.“

Auf dem Papier gehört auch der TSV Marl-Hüls als Westfalenligist zu den Mitfavoriten. Aber was heißt das schon in der aktuellen Lage? In der kommenden Woche will der Verein einen Insolvenzantrag stellen. „Dass das eine ganz schwierige Situation ist und wir im Fokus stehen, das ist doch klar“, sagt der neue TSV-Trainer Oliver Ridder.

„Die Stadtmeisterschaft ist eine echte Charakterschule für die Jungs.“ Mannschaft und Trainer wollen sich trotz der Turbulenzen auf das Sportliche konzentrieren. „Alles andere können wir ohnehin nicht beeinflussen“, meint Oliver Ridder. „Ich jedenfalls habe richtig Bock auf das Turnier.“

Das haben sie auch beim VfB Hüls. Trainer Christoph Schlebach hat im Vorfeld abgefragt, welche Spieler in der Halle auflaufen wollen und dabei so viele positive Antworten erhalten, dass er noch drei Akteure aus dem Aufgebot streichen muss. „Die Jungs sind heiß“, sagt er. Nominell zählt er natürlich den TuS 05, den TSV und vielleicht auch „seinen“ VfB zu den Favoriten. „Doch in der Halle ist alles offen“, sagt Schlebach, dessen Minimalziel für die Hülser das Halbfinale ist. „Aber in der Halle kann man auch mal gegen einen Kleinen verlieren.“

Nicht zu den ganz Kleinen gehört Ausrichter und Bezirksligist FC Marl. „Favoriten sind für mich Sinsen und der TSV, wir wollen mindestens ins Halbfinale kommen“, sagt FC-Coach Mani Mulai, der sagt, seine Mannschaft sei besonders motiviert. „Allzu oft ist man ja nicht Ausrichter.“

Eins gibt der Trainer seinen Spielern aber auch mit auf den Weg: „Noch wichtiger als sportlicher Erfolg ist mir, dass die Jungs wieder gesund aus der Halle kommen.“

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