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Hier verteidigt der Hülser Markus Krückemeier (2.v.r.) zusammen mit Mannschaftskamerad Till Spangenberg (r.) den eigenen Kreis.Krückemeier ist zudem Abteilungsleiter und auch Schiedsrichter.

Handball

Vom Taekwondo zum Handball

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MARL - Handball ist sein Ding – geworden: Markus Krückemeier kam erst mit 30 Jahren zu dem Sport, in den er heute in drei Funktionen viel Zeit investiert. Er leitet die Abteilung im VfL Hüls, spielt selbst in der Kreisliga und ist auch noch Schiedsrichter.

Dass es einmal so kommen würde, war nicht abzusehen, denn der 45-Jährige entdeckte zunächst eine ganz andere Sportart für sich: das Taekwondo. „Ich habe das zehn Jahre lang beim VfL Hüls bei Helge Bach gemacht“, sagt Krückemeier.

Aber mit Anfang 20 fehlte dem Zwei-Meter-Hünen die Zeit für den Sport und er machte Pause. Aktiv wurde er erst wieder in einem Alter, in dem andere aufhören: mit 30. „Mein ehemaliger Nachbar hat mich damals angesprochen, ob ich nicht mal mit zum Handball wollte“, sagt Markus Krückemeier.

Er wollte mit – und blieb, bis heute. Zwar fehle ihm die grundlegende Ausbildung, die Handballer in der Jugend erhalten, sagt der Kreisläufer Krückemeier. „Aber im Mittelblock muss es auch nicht so filigran sein.“ Im Laufe der Zeit wurde aus dem Spieler sozusagen ein Multifunktionär. Krückemeier wuchs nach und nach auch in die Vorstandsarbeit hinein. Nachdem ihn der damalige Abteilungsleiter Klaus Kolb ihn ins Führungsteam geholt hatte, wurde Markus Krückemeier vor acht Jahren sein Nachfolger.

Und dann ist Krückemeier auch noch als Schiedsrichter unterwegs. „Früher mussten wir unsere Jugendspiele selbst pfeifen“, sagt er. Heute bildet er mit dem ehemaligen Hülser Keeper Max Müller ein Gespann. Das hat schon am Wochenende seinen nächsten Einsatz, beim Bezirksliga-Duell DJK Westfalia Welper gegen den FC 26 Erkenschwick, den Ex-Verein von VfL-Trainer Eberhard Metz. Krückemeier freut sich drauf: „Da geht es ja um etwas“, sagt er. Und das mag er, auch als Spieler. Als solcher sei er selbst emotional und manchmal auch „unangenehm für den Schiedsrichter. Auch wenn ich es eigentlich besser weiß.“ Aber insgesamt helfe ihm als Referee, dass er selber spielt, vor allem in der Bewertung von Situationen.

Training, eigene Spiele, Vorstandssitzungen, Gespräche im Gesamtverein und Einsätze als Unparteiischer – der Spätstarter ist viel beschäftigt. „Es ist nicht selten, dass ich samstagmittags ein Spiel pfeife, abends selbst spiele und am Sonntag wieder als Schiedsrichter in irgendeiner Halle bin“, sagt Krückemeier.

Und klar: Er würde das alles nicht machen, wenn es ihm keinen Spaß machen würde. „Das Zusammengehörigkeitsgefühl beim VfL ist toll“, sagt Markus Krückemeier. „Wir sitzen nach jedem Training zusammen.“

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