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Maxim Ridder (r.) und die Herren des VfB Hüls tragen ihre Großfeldspiele zurzeit nicht am Badeweiher aus. Im Frühling könnte sich das wieder ändern.

Hockey

Bunabären sorgen sich um die Zukunft

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MARL - Für die Hockey-Abteilung des VfB Hüls ist eingetreten, was sich kein Sportler wünscht: Andere Themen sind wichtiger als der Wettkampf.

Der Kunstrasenplatz am Badeweiher ist immer noch für Großfeldspiele gesperrt. Hoffnung auf eine zumindest kurzfristige Lösung ist da, aber eine auf Jahre hin tragfähige Behebung des Problems ist zurzeit nicht in Sicht. „Ich gehe davon aus, dass wir im März oder April den Spielbetrieb draußen wieder aufnehmen und dann auch wieder auf unserem Platz spielen“, sagt Abteilungsleiter Carsten Plänker. Ausbesserungsarbeiten am Platz seien mit dem Eigentümer Evonik Industries vereinbart. Damit wäre zumindest kurzfristig gesichert, dass die VfB-Mannschaften alle Heimspiele auch am Badeweiher austragen könnten. Seit der Platzsperre im September weichen die Hockeyspieler für Großfeldspiele zum HC Buer aus. Dieses Gastspiel könnte im Frühjahr enden.

Dennoch ist kein Aufatmen zu hören, denn eine Ausbesserung des Platzes ist allerhöchstens kurzfristig eine Lösung. „Der Platz hat seine Lebensdauer überschritten“, sagt Carsten Plänker. Mehr als 20 Jahre Spielbetrieb haben auf dem Kunstrasen Spuren hinterlassen, die allenfalls noch zu kaschieren sind.

Über eine langfristige Lösung wird seit Jahren geredet – bisher ohne Ergebnis. Beteiligt sind daran neben dem VfB der Eigentümer Evonik, auch an verschiedene Vertreter der Politik hat sich der Verein gewandt. Ein konkretes Ergebnis, also wer für einen neuen Platzbelag – Kosten ca. 500 000 Euro – aufkommt, gibt es bisher noch nicht. So muss der VfB Hüls weiter auf Planungssicherheit verzichten.

„Evonik hat uns signalisiert, dass wir uns neu aufstellen, uns Sponsoren suchen müssen“, sagt VfB-Präsident Dieter Peters. Er hat dahingehend einige Ideen, etwa den Aufbau einer Marketing-Abteilung oder eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hockey-Bund (DHB). Aber auch das würde ja wahrscheinlich zeitnah keinen neuen Platz bringen. „Wir diskutieren noch an allen Ecken“, sagt Peters. „Wir wollen irgendwie die Hockey-Abteilung halten.“

Deren Überleben steht zumindest mittelfristig auf dem Spiel. Dass es keine Planungssicherheit auf Jahre hin gibt, hat schon zu Abgängen geführt. Speziell beim gut ausgebildeten weiblichen Nachwuchs, wie Carsten Plänker sagt. „Manche schließen sich anderen Vereinen an, junge Leute, die Leistung bringen wollen.“ Geht es ohne neuen Platz so weiter, droht irgendwann, dass die Hockey-Abteilung dicht machen muss. Das wäre nicht nur wegen ihrer sportlichen Erfolge schade, viele Menschen haben auch persönlich viel geopfert. „Alleine von mir persönlich stecken da 25 Jahre Arbeit drin, manchmal war es wie ein Zweitjob“, sagt Carsten Plänker. „Für den Hockey-Sport, aber auch für die Sportszene in Marl ganz allgemein wäre das ein großer Verlust. Zu unseren Hoch-Zeiten hatten wir 230 Mitglieder“, sagt der Hockey-Abteilungsleiter. Zurzeit sind es noch 170.

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