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Weltmeister-Trophäe: Team-Manager Gunther Deinl (r.) vom VfB Hüls mit dem Kapitän des Nationalteams, Jörg Schnelle.

Hockey

Gunther Deinl wird als Team-Manager Weltmeister

MARL - Beim Titelgewinn der deutschen Oldies in Hongkong ist das Hülser Urgestein als Team-Manager und nicht als Spieler Teil des Siegerteams.

Der 46-Jährige schaffte in der Funktion des Team-Managers die Basis dafür, dass sich seine Kameraden aus der Nationalmannschaft der Herren M40 voll auf den Sport konzentrieren konnten.

Das deutsche Team gewann bei den Weltmeisterschaften alle sechs Vorrundenspiele souverän und kam dabei auf ein Torverhältnis von 68:6. Im Halbfinale „frühstückte“ Deutschland dann England mit 12:0 ab. Im Endspiel wurde Gastgeber Hongkong 9:1 deklassiert.

„Wir haben keine ehemaligen Bundesliga-Stars in unseren Reihen. Das ist eine ausgeglichene Mannschaft mit einem unheimlichen Teamspirit“, schwärmt Gunther Deinl. „Alle Spieler aus unserem Kader haben mindestens einen Treffer erzielt.“ Torschützenkönig des Turniers wurde Kapitän Jörg Schnelle, vor wenigen Wochen im Trikot von Eintracht Dortmund zu Gast zum Oberliga-Spiel in der Evonik-Sporthalle.

Trainer Paddy Schaede musste in Hongkong auf den Spieler Gunther Deinl verzichten. „Das Reglement hat die Doppel-Funktion nicht zugelassen.“ Das Hülser Hockey-Urgestein entschloss sich, den Fokus auf das Management zu legen.

Dazu gehörten die Organisation der Reise, die Kontakte zu den Veranstaltern, den Spitzen-Funktionären und zu den Schiedsgerichten, der Schriftkram rund um die Begegnungen und die Statistik. „Ich musste zudem die Ausrüstung unserer Spieler kontrollieren, um mögliche Verstöße auszuschließen“, sagt Deinl.

Neben dem „Rundum-Sorglos-Paket“ für seine Teamkameraden schoss Gunther Deinl vor den Begegnungen die Torhüter warm und half Trainer Schaede beim Coaching. Der Einsatz hat sich nicht nur wegen der erfolgreichen Titelverteidigung gelohnt.

„Wir haben von allen Seiten absolutes Lob bekommen. Die Jungs haben durchweg schönes Hallenhockey gezeigt, sind aber nie überheblich aufgetreten.“ Zum Ansehen trug neben der sportlichen Leistung auch die Fairness bei: Gegen das Nationalteam wurden im gesamten Turnierverlauf nur zwei grüne und eine gelbe Karte ausgesprochen.

Begeistert hat den deutschen Team-Manager die Organisation der Titelkämpfe in zwei Altersklassen, jeweils für Damen und Herren. Der Hongkong Football Club von 1886 als Ausrichter nutzte drei verschiedene Hallen. Am Finaltag kam die deutsche Delegation mit vier Endspielsiegen gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Besonders viel los war im Match zwischen dem Nationalteam M40 und der Auswahl von Hongkong. „Die Gastgeber hatten am Tag zuvor durch einen Sieg im Penalty-Schießen gegen Australien das Finale erreicht und den Erfolg ausgiebig gefeiert. Sie haben sich dann riesig gefreut, dass sie gegen uns nicht zweistellig untergegangen sind“, berichtet Gunther Deinl.

Der Familienvater wird bei der Feld-Europameisterschaft der Hockey-Veteranen im Sommer, die im niederländischen Rotterdam ausgetragen wird, jedoch fehlen. Dann ist er mit seinen Lieben in den wohlverdienten Ferien.

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