VfL Hüls

Für Mutter und Tochter ist Handball das Leben

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Marl - Patrizia Rathmann ist seit 37 Jahren beim VfL Hüls. Erst als Spielerin, heute ist sie Trainerin – und Frauenwartin. Kein Wunder, dass auch Tochter Kira gleich mehrfach engagiert ist.

Denn die Mama nahm die Tochter schon im zarten Alter von zwei Jahren mit in die Halle. „Deswegen kennen mich hier viele schon, seit ich noch Windeln an hatte“, sagt Kira Rathmann. Die 23-Jährige spielt für den VfL seit sie sieben Jahre alt ist.

Mama Patrizia war selbst länger am Ball, als ihre Tochter heute alt ist: 27 Jahre. „Ich kam vom Reiten, und eine Freundin nahm mich zum VfL mit. Da war ich 14“, erinnert sich Patrizia Rathmann an ihre Anfänge. Nach dem Start 1981 in der B-Jugend dauerte es gar nicht lange, ehe sie auch höherklassige Handball-Luft schnupperte: 1984 hatte sie ihre ersten Einsätze bei den damaligen Landesliga-Damen des VfL.

Auf der Position Linksaußen ging sie auf die Platte – ehe ein Schienbeinkopf-Bruch mit anschließenden Folgeverletzungen sie ab 1991 eineinhalb Jahre lang schachmatt setzte. Noch einmal legte Patrizia Rathmann bis zum Karriereende im Jahr 2008 eine Pause ein, und zwar zu Kiras Geburt 1995.

Seit 1996 trainiert sie außerdem auch die E-Junioren des VfL Hüls. Das war und ist schön – heute freut sich Rathmann, wenn ehemalige Schützlinge als Jugendhandballer in der ersten Mannschaft spielen –, ersetzt aber nicht das eigene Spiel. „Als ich aufgehört habe, habe ich auf der Tribüne gesessen und bin mit Tränen in den Augen nach Hause gefahren“, erzählt Patrizia Rathmann. „Dann bin ich ein Jahr lang nicht mehr hingegangen.“

Nach kurzer Zeit sprach der Vorstand sie aber an und holte sie ins Boot, bei jedem Spiel der Damen sitzt sie als Betreuerin mit auf der Bank. Patrizia Rathmann sagt von sich selbst, in ihr schlage ein Handball als Herz. Und auch für Tochter Kira ist es ähnlich. „Handball ist mein Leben“, sagt sie. Kira Rathmann ist nicht nur Spielerin der VfL-Frauen, sondern trainiert in Gladbeck zurzeit auch eine männliche A-Jugend. Vier oder fünf Tage in der Sporthalle sind nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.

Viel Zeit für andere Hobbys bleibt da nicht, oder? „Nein, aber das Wochenende nutze ich für Unternehmungen mit Freunden“, sagt Rathmann. „Und eine andere Sportart brauche ich nicht.“ Ausprobiert hat sie es wohl. „Als ich acht, neun Jahre alt war, hatte ich keine Lust zum Handballtraining zu gehen.“ Mutter Patrizia ließ der Tochter ihre Pause, und das zahlte sich aus. Denn nach kurzer Zeit kehrte Kira Rathmann zurück zum Handball. „Die Halle ist mein zweites Zuhause“, sagt sie.

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