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Batuhan Bayram (l.) wurde spät für den TSV Marl-Hüls eingewechselt, konnte aber nichts mehr bewirken.

Jugendfußball

Seemann-Elf gerät in Not

MARL - Nach der 0:5-Heimschlappe gegen Iserlohn steht die U17 des TSV in den kommenden Wochen gehörig unter Druck.

Nach der dritten Niederlage im dritten Spiel der Rückrunde ist das Polster auf die Abstiegsplätze der Westfalenliga endgültig aufgebraucht: Durch das 0:5 (0:1) gegen den FC Iserlohn stehen die B-Junioren des TSV Marl-Hüls in den nächsten Wochen gehörig unter Druck.

Völlig frustriert schlichen sie am Sonntagmittag vom Platz. „Einige hatten Tränen in den Augen. Die Jungs wollen ja, aber das war heute ein ganz schlechter Tag“, resümierte Trainer Dominik Seemann nach der Schlappe. Vor dem Anpfiff war der Coach noch zuversichtlich gewesen: „Wir haben gut trainiert. Die Jungs sind euphorisch gewesen und laut.“ Doch Aggressivität und Entschlossenheit waren mit dem ersten Zweikampf vergessen: „Iserlohn hat uns den Schneid abgekauft.“

Zur Pause hatten die Gastgeber noch Chancen, das Spiel zu drehen. Die Sauerländer waren früh mit 1:0 in Führung gegangen. Danach verlegten sich die Rot-Weißen, wie erwartet, in erster Linie aufs Kontern. Im zweiten Durchgang gelang es dem TSV nicht, seine Taktik umzusetzen. „Wir sind bewusst ein gewisses Risiko eingegangen, haben es aber nicht gut gemacht.“ Während Hüls nicht in die Zonen kam, nutzte der Gast jeden Fehler gnadenlos aus.

Pech kam auch noch dazu. Kapitän Umut Acar unterlief ein Eigentor zum 0:3 (53.). Das Team steckte nicht auf, erlitt aber noch zwei weitere Nackenschläge. „Schade, mit einer Leistung wie gegen Verl hätten wir gepunktet“, stöhnte Trainer Seemann.

Er ist in dieser Woche vor allem als Psychologe gefragt. Am kommenden Wochenende wartet mit der U16 des VfL Bochum die nächste schwere Aufgabe. „Wir sind nicht chancenlos. Die Jungs können das. Wir arbeiten ruhig weiter und zeigen am Sonntag unser anderes Gesicht“, prognostiziert der Trainer.

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