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Die Anstrengung ist Jörg Kasparek beim Kreuzheben vom Körper abzulesen. Mit einer Willensleitung in dieser Disziplin sicherte sich der Athlet des VfB Hüls den deutschen Meistertitel im Kraftdreikampf.

Kraftsport

Jörg Kasparek siegt in der Königsdisziplin

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MARL - Der Athlet des VfB Hüls wird Deutscher Meister im Kraftdreikampf – nach einem Wechsel der Alters- und der Gewichtsklasse.

Nach elf Jahren Leistungskraftsport ist es der bisher größte Erfolg für Jörg Kasparek als Athlet: In Greifswald holte sich der 49-Jährige vom VfB Hüls den nationalen Titel im Kraftdreikampf der Altersklasse II bis 93 kg. Wer den Dreikampf gewinnen will, muss überall stark sein. Wer nur in der Kniebeuge, im Bankdrücken oder im Kreuzheben viele Kilos bewegt, hat keine Chance. Jörg Kasparek war mit seinem Start mit 185 kg bei der Kniebeuge nicht zufrieden, überzeugte dann aber mit 145 kg, die er auf der Bank von der Brust aus nach oben drückte. Und in seiner Paradedisziplin, dem Kreuzheben – Kasparek wurde darin vor wenigen Monaten Deutscher Meister –, brachte sein Wille 235 kg nach oben.

Seit diesem Jahr ist Kasparek in der Altersklasse II am Start, denn er wird noch im Jahr 2018 50 Jahre alt. Damit einher ging auch ein Wechsel der Gewichtsklasse. „Ich bin viele Jahre lang in der Klasse bis 105 kg angetreten“, sagt der 49-Jährige. „Aber dann habe ich gezielt zehn Kilo abgenommen.“

Der Athlet wurde leichter, verlor dabei aber auch Kraft. Umso höher ist seine Gesamtleistung von 565 kg in Greifswald einzuordnen. „Früher habe ich zwar zehn Kilo mehr geschafft, aber im Verhältnis meines Körpergewichts zur bewegten Masse bin ich jetzt sogar stärker.“

Jörg Kasparek meisterte in Greifswald drei Disziplinen erfolgreich – auch seine Arbeit für den VfB ist vielseitig: Kasparek ist nicht nur Athlet, sondern als Kassierer auch Vorstandsmitglied der Abteilung und Trainer. „Ich finde es einfach toll, wenn ich anderen dabei helfen kann, ihre Leistung zu steigern.“

Am liebsten sei er aber immer noch selbst Sportler, auch wenn das manchmal nicht so ganz einfach sei. „Bevor ich zum VfB kam, habe ich in einem Fitnessstudio trainiert, aber das war verglichen mit dem Leistungssport nur Geplänkel“, sagt Kasparek. Seit Jahren zieht er wöchentlich fünf oder sechs Trainingseinheiten durch. Um das oder auch den emotionalen Stress bei einem Wettkampf wie der Deutschen Meisterschaft auszuhalten, müsse ein Athlet viel investieren. „Man muss das aus tiefstem Herzen wollen“, sagt Jörg Kasparek.

Mit dem Titel im Kraftdreikampf krönt er seine Karriere vorläufig. Denn Westfalen- oder Landesmeister ist er schon häufiger geworden, Deutscher Meister aber bisher nur einmal – in der Einzeldisziplin Kreuzheben.

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