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Eigentlich wollte Bertlichs Sportlicher Leiter Norman Bartnick (l.) im Sommer die fußballaffinen Mitarbeiter seiner Firma, die hier abgebildet sind, als Hobbytruppe beim SuS melden. Es kam aber ganz anders: Heute spielen sie für die erste und die zweite Mannschaft. Insgesamt stehen jetzt mehr als 40 Kicker zur Verfügung.

Kreisliga B

Bertlich: Mehr Quantität, aber auch mehr Qualität

HERTEN - Im Sommer war das Seniorenteam des B-Ligisten ganz knapp besetzt. Heute stehen gut 40 Kicker für zwei Mannschaften zur Verfügung.

Man hätte wohl den Spielbetrieb aufrecht erhalten können. „Aber wir wären sehr knapp besetzt gewesen“, sagt Bertlichs Vorstandsmitglied Thomas Droste.

Dann geschah das: Norman Bartnick, der schon Trainer und Vorstandsmitglied beim SuS war, ist Geschäftsführer einer Auto-Tuning-Firma, in der sich einige fußballinteressierte Mitarbeiter tummelten. „Der Gedanke war, dass wir uns als zweite Mannschaft beim SuS anmelden“, erzählt der 36-Jährige. Da aber die personelle Lage schlecht war, kamen einige von Bartnicks Mitarbeiter in die erste Mannschaft. Die anderen bildeten das Rückgrat der neu geschaffenen Zweitvertretung in der Kreisliga C3.

Dort blieben Bartnicks Angestellte aber nicht alleine, denn ihr Chef übernahm auch noch den Posten als Sportlicher Leiter beim SuS und ließ seine Kontakte spielen. Auch einige Kicker aktivierten ihren Freundeskreis. Das Resultat: Heute stehen dem SuS Bertlich mehr als 40 Spieler zur Verfügung. „Das ist für uns ein Geschenk des Himmels“, sagt Thomas Droste.

Man könnte sagen, an der Heinrich-Obenhaus-Straße ist jetzt noch mehr fußballerische Qualität und deutlich mehr Quantität vorhanden als in der Vergangenheit. Denn manch ein Leistungsträger – zum Beispiel die Torjäger Rhodarius Komossa und Bayram Pazar – blieb dem SuS erhalten. Und auf Intervention Norman Bartnicks kehrte auch Torhüter Phil Komossa nach kurzem Gastspiel beim Westfalenligisten TSV Marl-Hüls schnell wieder zurück zum Tabellendritten der Vorsaison. „Das ist der mit Abstand beste Torwart der Kreisliga B3“, sagt Thomas Droste über seinen Neffen.

Aber auch unter den Neuen sind richtig gute Fußballer. Etwa Rafael Argiropoulos, der seine Karriere beim SuS begann, den großen Teil seiner Jugend aber in der Nachwuchsabteilung des MSV Duisburg verbrachte. Trainer Thomas Droste wird von Patrick Birkner unterstützt. Der ehemalige Torjäger von SW Röllinghausen ist Co-Trainer der ersten Mannschaft und betreut zusammen mit Norman Bartnick das zweite Team.

Auch wenn es im Sommer unwahrscheinlich schien: der SuS Bertlich ist wieder in der Spitzengruppe der Liga zu finden, belegt momentan Platz zwei. Aber auch die neu ins Leben gerufene Reserve scheint sich eingespielt zu haben. Ihre vergangenen drei Partien in der Kreisliga C3 hat sie jeweils deutlich gewonnen und dabei 16 Treffer erzielt.

Mit dem Personal haben sich auch die Ziele des SuS Bertlich verändert. „Mit der ersten Mannschaft muss ganz klar der Aufstieg unser Ziel sein“, sagt der Sportliche Leiter Norman Bartnick. „Wir sind jetzt relativ gut aufgestellt, haben Sponsoren dazugewonnen.“ Auch Trainer Thomas Droste hätte natürlich nichts gegen den Klassensprung in die Kreisliga A einzuwenden. „Aber das wird schwierig“, sagt er.

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