Landesliga

VfB ist am Ende nicht ganz dicht

Marl - Der Zauber ist verflogen. Der noch vor Saisonstart als stabiler Aufsteiger gehandelte VfB Hüls ist mächtig ins Wanken geraten. Die Schlebach-Truppe bekommt die Defensive einfach nicht in den Griff.

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Auffallend: Allein 23 Gegentore in den letzten fünf Spielen. Die Schießbude der Landesliga steht am Badeweiher.

Trainer Christoph Schlebach über die Gegentor-Flut, zuletzt dem 0:6 gegen SC Münster: „Man kann es nicht leugnen. Im Moment hapert es in allen Bereichen.“ Der Aufsteiger rangiert nach der Pleite von Sonntag nur auf Platz elf. Die Hülser lasen generell zu viele Chancen zu.

Deshalb hat der 50-Jährige in dieser Woche versucht, die Psycho-Bremse zu lösen. „Bei vielen ist es ein Kopfproblem. Mit negativen Ereignissen, seien es Gegentore oder Schiedsrichterentscheidungen gegen uns, können die Spieler nicht umgehen. Sie verlieren dann völlig den Faden, lassen sich hängen und wir werden nach hinten raus vom Gegner abgeschossen.“

Bezeichnend war die Aktion, in der VfB-Stürmer Mirco Grieß vom Münsteraner Torhüter Christoph Hunnewinkel im Strafraum umgerempelt wurde. Der Referee zeigte nicht auf den Punkt, sondern zu Ecke. Mit einem Doppelschlag nur wenige Minuten später wurde die Partie dann entschieden.

„Viele Spieler“, so Schlebach, „waren in den letzten Jahren erfolgsverwöhnt. Das ist jetzt ein Lernprozess.“ Wenn das Team in Führung liegt, zeigt es ein völlig anderes Gesicht. Der Trainer: „In den ersten beiden Saisonspielen, die wir gewonnen haben und beim Unentschieden in Dorsten-Hardt haben wir das erste Tor geschossen.“

Sein Team müsse nun beweisen, dass das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft Landesliganiveau hat. Schlebach: „Natürlich habe ich nur bedingt im Spiel darauf Einfluss. Ich kann nur immer wieder reinrufen, dass jeder seinen Stiefel runterspielen muss. Außer taktisch umzustellen kann ich schlecht mit jedem einzelnen ein lockeres Gespräch an der Seitenlinie führen.“

Ob und wie das Hülser Trainerteam Schlebach und Werner Platzer umbaut, damit Ahaus keine Lücken in der VfB-Abwehr finden wird, dürfte Sonntag vielleicht der entscheidende Punkt werden. Ärgerlich wäre natürlich wieder das erste Gegentor zu kassieren. In Ahaus will der VfB nach zuletzt fünf sieglosen Spielen den Schalter umlegen. Klappt aber nur, wenn auch die Treff-Nix-Stürmer die Krise beenden.

Landesliga 4

SV Eintr. Ahaus – VfB Hüls, Sonntag 15 Uhr

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