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Niedergeschlagenheit pur: Die Bank des VfB Hüls mit Trainer Christoph Schlebach (ganz links) während der zweiten Halbzeit. —Foto:

Landesliga

VfB kassiert wieder sechs Gegentreffer

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MARL - Man muss sich Sorgen um den VfB Hüls machen. Das Heimspiel gegen die SG Borken war schon zur Pause beim Stand von 1:5 entschieden, das Endergebnis lautete 2:6.

Damit haben die Hülser alleine in den vergangenen drei Meisterschaftsspielen 16 Treffer kassiert. Ganz besonders wurmt das Torhüter und Kapitän Yasin Muslubas. „Nach den ersten beiden Spielen ist irgendwie alles weg“, sagte er nach dem Spiel. „Uns gelingt nichts und die Körpersprache ist weg.“ Trainer Christoph Schlebach räumte nach dem Spiel ein, die Zahl der Gegentreffer sei „erschreckend“. Wie Muslubas appellierte er an das Kollektiv. „Wir schaffen das nur gemeinsam“, sagte er.

Gegen Borken mit seinem Marler Trainer Wolfgang Korb zeigte der VfB nicht zum ersten Mal eklatante Schwächen in allen Mannschaftsteilen. Christoph Schlebach hatte einen etwas offensiveren Ansatz gewählt, ohne Okan Solak im zentralen Mittelfeld, dafür mit Kerim Ciraci als zweiter Sturmspitze neben Mirko Grieß. Aber bevor das überhaupt fruchten konnte, zappelte der Ball bereits zum 0:1 im VfB-Netz. Bastian Bone war der Vollstrecker (5.).

Nur drei Minuten später führte Alexander Lanfer einen Freistoß für Borken schnell aus und der Ball war wieder drin. Muslubas zeigte überhaupt keine Reaktion, er war noch dabei, die Hülser Mauer zu stellen. Dass der Unparteiische Paul Lyko (Dortmund) den Ball freigegeben hätte, war nicht zu hören. Trotz heftiger Proteste der Gastgeber ließ Lyko den Treffer zählen.

Hoffnung währt nur ganz kurz

An Lyko und seinen Entscheidungen entzündete sich in der Folge immer wieder der Zorn der Hülser und ihrer Fans. In der Tat waren manche Entscheidungen zumindest zweifelhaft, andere einfach falsch. Christoph Schlebach wollte der Szene zum 0:2 zwei angesichts der Kräfteverhältnisse aber keine größere Bedeutung beimessen.

Und daran tat er gut, denn eine Diskussion über den Schiedsrichter würde den Blick auf die Schwächen des VfB verstellen. Sebastian Hahn besorgte nach einer Viertelstunde das 3:0 für Borken. Nachdem Mirko Griße im Sechzehner gefoult worden war und Sven Hagemeister den fälligen Strafstoß verwandelte (24.), keimte kurz Hoffnung auf. Die VfB-Spieler gewannen in dieser Phase auch mehr Zweikämpfe, aber dann halfen sie wieder bei einem Gegentreffer nach. Sebastian Hagemeister spielte einen Fehlpass, und Lanfer bediente Daniel Ebbing zum 1:4 (26.). Noch vor der Pause ließ Luca Blanke das fünfte Tor der Gäste folgen (31.).

In der zweiten Hälfte gelang Sören Luppatsch zwar das 2:5 für den VfB (73.), aber gefährlicher blieb weiterhin die SG Borken. Bone (57., 79.) und Patrick Keulertz bei seinem Lattenschuss (72.) vergaben ihre Möglichkeiten, nur Hamsa Omeirate (86.) traf noch.

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