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Jubel über die 1:0-Führung die am Ende den Sieg bedeutete: Schütze Sven Hagemeister (Nummer 10) wird von (von links) Mirko Grieß und Vangjel Frasheri beglückwünscht, German Prudetskiy (rechts) schaut zu.

Landesliga 4

Leidenschaftlicher VfB erkämpft Sieg in Herbern

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MARL. - Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Aufsteiger VfB Hüls hat sich beim hoch gewetteten SV Herbern etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 1:0 (0:0) durchgesetzt.

So gegensätzlich vor der Partie die Erwartungen gewesen waren, so unterschiedlich waren die Gemütsverfassungen nach dem Spiel. Während die klar favorisierten Gastgeber etwas ratlos dreinblickten, jubelte der Außenseiter. Der SV Herbern wollte gegen den VfB Hüls einen Klassenunterschied sichtbar machen, aber die Punkte nahm die Mannschaft von Trainer Christoph Schlebach mit.

„Wir haben das über 90 Minuten sehr gut gemacht“, sagte Schlebach hinterher. Der Coach räumte auch ein, dass in zwei, drei Situationen etwas Glück mit im Spiel war. Vielleicht schon nach fünf Minuten, denn da ging Brian Kreuz im Strafraum in einen Zweikampf mit Herberns Sebastian Schütte. Die Gastgeber protestierten, als Schiedsrichter Roland Kreuz (Mudersbach) weiterlaufen ließ. Sie hatten ein Aufstützen von Kreuz gesehen. Es war nicht die letzte strittige Entscheidung des Unparteiischen bei einer Strafraumszene.

Der VfB lief die Gastgeber früh an, um sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das gelang recht gut, aber trotzdem gerieten die Hülser manchmal in Bedrängnis. Insbesondere die wendigen und trickreichen Offensivkräfte Whitson Fereira Dos Santos und Marcel Scholtysik waren nur ganz schwer zu kontrollieren.

Nach 20 Minuten flankte Herbern scharf von links und Scholtysik zog ab. Da musste Sebastian Hagemeister für den bereits geschlagenen VfB-Keeper Yasin Muslubas retten. Die Ascheberger waren spielbestimmend, spielten sich aber nur wenige klare Tormöglichkeiten heraus.

Einmal wurde Dos Santos von der VfB-Abwehr abgeblockt (26.), einmal wurde ein Freistoß von ihm abgefälscht (32.). Was aus VfB-Sicht Sorgen machte, war, dass Entlastungsversuche immer seltener wurden. Daniel Andres-Jerez hatte noch vor der Pause die Führung für Herbern auf dem Fuß: Er tauchte ganz alleine vor Muslubas auf, setzte den Ball aber an der langen Ecke vorbei (45.).

Hüls verteidigt mit Führung im Rücken stark

Mit dem 0:0 zur Pause konnte der VfB gut leben, musste sich in den zweiten 45 Minuten aber auf anhaltenden Druck einstellen. Der wurde vom VfB aber jäh unterbrochen. Okan Solak drang in den gegnerischen Strafraum ein, bekam es mit drei Gegenspielern zu tun, versuchte es mit schnellen Drehungen und kam zu Fall. Schri Kreuz zögerte kurz, deutete dann aber doch auf den Punkt und ließ sich auch von Herberns Protesten nicht umstimmen. Sven Hagemeister lief an und verwandelte nervenstark zur Führung (53.).

Mit dem Vorsprung im Rücken schien der VfB hinten immer sicherer zu werden. Denn trotz der wütenden Angriffe des SV Herbern: Viel zu tun bekam Muslubas zwischen den Pfosten nicht, allen voran Brian Kreuz und Sebastian Hagemeister machten hinten einen richtig guten Job.

Die Hülser erspielten sich im Gegensatz zu Herbern sogar noch einige richtig gute Möglichkeiten. Sven Hagemeister stand einmal bei einem Solak-Pass im Abseits (58.), ein Freistoß von Solak ging übers Tor (58.), ein weiterer wurde von Herberns Torhüter pariert (75.). Die ganz große Chance auf die Entscheidung vergab Mirko Grieß, der von Robin Kapteina freigespielt worden war (82.).

Zurzeit hält der VfB in der Tabelle mit der SG Borken und Westfalia Gemen Schritt, die beide auch je zweimal siegreich waren. Tabellenplatz drei ist eine schöne Momentaufnahme.

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