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VfB-Stürmer Mirko Grieß startet am Sonntag in Nottuln in die Restsaison.

Landesliga

VfB ist nach dem Kellerduell Letzter

MARL - Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind bei Landesligist VfB Hüls auf den Tiefpunkt gesunken. Beim bisherigen Tabellenschlusslicht SG Bockum-Hövel unterlag die Mannschaft von Trainer Christoph Schlebach mit 0:1 (0:1) und ist nun Letzter. Der Abstand zum ersten sicheren Landesliga-Platz ist um einen Punkt auf zehn angewachsen, noch fünf Spiele sind zu bestreiten.

VfB-Trainer Christoph Schlebach war es im Vorfeld klar gewesen und so kam es auch: Es war kein fußballerischer Leckerbissen auf dem Naturrasen im Hammer Stadtteil, aber ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel. Zum Beispiel mit je zwei Chancen in der ersten Hälfte: VfB-Stürmer Mirko Grieß ging einmal alleine auf den gegnerischen Torhüter Tobias Krakor zu, aber der fischte ihm den Ball vom Fuß. Und Patryk Beczkowski hätte Grieß eine zweite Großchance servieren können, nachdem er sich außen durchgesetzt hatte (36.). Beczkowski spielte Grieß den Ball aber in den Rücken.

„Das war eine ganz klare Torchance“, ärgerte sich Schlebach nach dem Spiel über die Ungenauigkeit. Auf der Gegenseite machte Yasin Muslubas zwischen den Hülser Pfosten eine Möglichkeit der Gastgeber zunichte, beim zweiten Mal ging ein Kopfball übers Tor. Zur Pause war also noch alles offen.

„Beim Stand von 0:0 hätten wir einen Foulelfmeter bekommen müssen“, sagte Christoph Schlebach. Nach einem Zweikampf von Grieß gegen Krakor blieb die Pfeife von Schiedsrichterin Jasmina von Gratowski allerdings stumm. Und sowohl Grieß als auch Beczkowski lupften den Ball erfolglos über Krakor hinweg. Bockum-Hövel hatte dann mehr Erfolg, wieder einmal half der VfB Hüls einem seiner Kontrahenten aber auch tatkräftig. „Völlig unnötig“, so Christoph Schlebach, wagte Okan Solak im Mittelfeld ein Dribbling gegen zwei Spieler der Gastgeber. Was folgte, waren der Ballverlust, ein Pass in Richtung VfB-Tor und das 1:0 für Bockum-Hövel aus 18 Metern durch Semir Burnic (64.).

Jetzt lastete richtig Druck auf den Kickern vom Badeweiher und Schlebach versuchte von außen Einfluss zu nehmen. Nach einer Stunde hatte er bereits David Yeboah für Marvin Wloch gebracht, wechselte dann auch noch Niels Overhoff für Solak (79.) und Kerim Ciraci für Beczkowski (88.) ein – aber am Ende blieb alles ohne Erfolg. Bockum-Hövel traf noch einmal den Pfosten (78.), es blieb aber beim 1:0-Sieg des bisherigen Schlusslichts, das nun am VfB vorbeigezogen ist.

Es war also erneut ein äußerst frustrierender Sonntagnachmittag für den VfB Hüls. „Ich muss das auch erst einmal sacken lassen“, sagte der VfB-Coach. „Wir haben zwar etwas versucht, aber unter dem Strich war das zu wenig.“ Landesligatauglich sei die Partie seiner Mannschaft über weite Strecken nicht gewesen, räumte Christoph Schlebach ein.

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