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Heuert an der Villa Brinkmann an: Sebastian Hagemeister (vorne links) - dahinter sein Mitspieler Tuncay Turgut - wechselt vom VfB Hüls zu BW Westfalia Langenbochum.

Landesliga

VfB verliert durch späte Treffer

Marl - Ein unglückliches 1:2 kassierte der VfB Hüls bei Westfalia Gemen. Die Gegentore nach der Hülser Führung fielen in der 82. und 90. Minute.

Vor allem dank einer gehörigen Portion Glück in der Schlussphase kam die Westfalia aus Gemen zu einem dreifachen Punktgewinn gegen den VfB Hüls. 2:1 (0:0) hieß es am Ende für den favorisiert in die Begegnung gegangenen Gastgeber durch späte Tore von Christoph Blanke (81.) und Tim Bröcking (90.).

Westfalia-Trainer Jan Winking hatte seine Elf auf einen starken Gegner vorbereitet: „Hüls ist eine sehr gute Truppe, wenn man sie spielen lässt.“ Dementsprechend galt es, dem Gast vom Badeweiher von Anfang an den Schneid abzukaufen, was der Westfalia jedoch im Laufe der Partie nur selten gelang.

Vor allem in der ersten Hälfte sahen die Zuschauer an der Jugendburg eine zähe Partie. Die Spielanteile waren insgesamt ausgeglichen. Torchancen spielten sich beide Mannschaften jedoch kaum heraus. Auf Gemener Seite konnten Distanzschüsse von Erik Enke (12.) und Niklas Bellen (22.) als Möglichkeiten notiert werden.

Auf der Gegenseite bediente Okan Solak Mirko Grieß mit einem einen hohen Ball, den der Hülser Stürmer aber nicht richtig traf (30.). Ein nicht gegebener Elfmeter – Sven Hagemeister wurde im Strafraum gefoult – hätte die Schlebach-Elf in Führung bringen können (35.).

Der zweite Spielabschnitt knüpfte zunächst an die erste Hälfte an. Gemen bemühte sich weiter darum, Struktur ins eigene Spiel zu bekommen. Hüls lauerte auf Gelegenheiten für schnelle Gegenstöße.

Die Konsequenz für die bis dahin schwache Vorstellung bekam die Westfalia in der 59. Minute zu spüren, als Okan Solak nach einem Sahnepass von Sven Hagemeister im Gemener Strafraum frei zum Schuss kam und Vorholt den Ball bei seinem Rettungsversuch kurz vor der Torlinie nur noch ins eigene Gehäuse lenken konnte.

Danach stellten die Hülser sich hinten rein, störten Gemens Spielaufbau mit wohldosiertem Zweikampf. Das reichte aber nicht, um die Platzherren aus der Bahn zu werfen. Winking brachte mit Christoph Blanke und Bernd Olbing frische Offensivkräfte und konnte so den Druck nach vorne erhöhen. Blanke war es dann schließlich auch, der die Westfalia zum ersten Mal jubeln ließ. Sein Gewaltschuss aus zwölf Metern ließ VfB-Keeper Yasin Muslubas null Abwehrchance (82.).

Dieser Mut wurde durch den 2:1-Siegtreffer in der 90. Minute durch Bröcking belohnt. Kurz zuvor hatte Westfalia-Torwart Maik Ewering seine Mannschaft mit einer Glanztat im Duell gegen den kurz zuvor eingewechselten Hülser Niels Johannes Overhoff vor dem nochmaligen Rückstand bewahrt.

VfB Hüls:

Muslubas, Dämmer, Solak, Prudetskiy, Grieß, Sv. Hagemeister (87. Overhoff), Yeboah (73. Dibowski), Turgut, Hohenberger, Seb. Hagemeister, Kreuz (85. Szalkai)

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