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Vangjel Frasheri (links) und der VfB verpassten in Dorsten zwar zuletzt den ersehnten Befreiungsschlag, ein Schritt nach vorne war das 1:1 aber vor allem bei der Defensivleistung aber allemal.

Landesliga

Der VfB will über den Kampf zurück in die Erfolgsspur

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MARL - Fehlstart okay. Von Krise und verkorksten Liga-Spielen wollen aber nur wenige beim Landesliga-Aufsteiger VfB Hüls sprechen. Das 1:1 beim Tabellenletzten SV Dorsten-Hardt war jedoch nicht der gewünschte Gegenbeweis.

Trotzdem: Es war ein Spiel, bei dem es eine positive Erkenntnis gab. „Wir haben gar nichts zugelassen. Mit ein bisschen mehr Glück könnten wir auch das 2:0 machen. Es war eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten beiden Spielen“, analysiert Co-Trainer Werner Platzer vor dem nächsten Heimspiel gegen den Landesliga-Tabellensiebten SC Münster (Sonntag, 15 Uhr, Badeweiher).

Die Hülser Unglücks-Verteidiger (18 Gegentore) zeigten in Dorsten in neuer Rolle ordentliche Ansätze. Platzer: „Wir haben das System umgestellt. In unserer Situation ist eine kompakte Deckung erst einmal wichtiger.“

Mit dem unglücklichen Remis – Tuncay Turgut drückte den Ball 180 Sekunden vor dem Ende in die eigenen Maschen – hat die Badeweiher-Elf zumindest ein kleines Erfolgserlebnis gefeiert und ihre Niederlagenfolge von zuletzt drei Spielen in Serie beendet.

Darauf baut Platzer: „Das war trotz des 1:1 ein Spiel, in dem viel drin war. Wir haben die 90 Minuten taktisch sehr diszipliniert durchgezogen“, befand der Hülser Co-Trainer. In dem neuen System, mit engmaschigerer Defensive, fühlen sich die Hülser deutlich wohler. Dorsten kam gegen die kompakte Deckung kaum zu gefährlichen Torchancen.

„Natürlich ist Dorsten nicht der SC Münster“, so der Schlebach-Vertreter weiter. Übrigens: Chef-Coach Christoph Schlebach beendet erst am Sonntag seine Mittelmeer-Kreuzfahrt, die er zur Silberhochzeit angetreten hat. Ob er pünktlich zurückkehrt? Noch fraglich.

Nur einmal in sechs Spielen hat es der VfB Hüls in dieser Saison geschafft, den Laden mal richtig dicht zu halten. Alle fünf Gegner – außer Herbern – konnten den Rot-Weißen richtig einschenken. Deshalb träumt Platzer von seiner ersten Heim-Null.

Maßnahme gegen Münster? Platzer: „Einen kühlen Kopf bewahren, trotzdem Druck erzeugen. Ich kann Fehlpässe spielen, aber ich darf den Einsatz und Leidenschaft nicht außen vor lassen.“ Ein schmaler Grat. Die Aaseestädter holten im aktuellen Trend aus den letzten fünf Spielen neun Punkte, sind ebenso lange unbesiegt. Das Team um Kapitän Jonas Grütering hat erst fünf Gegentore kassiert. Platzer: „Wir müssen gegen Münster mit Argusaugen darauf achten, nicht in Konter zu laufen.“

Beim gemeinsamen Sonntagsfrühstück im Vereinsheim wird Platzer die Fehler noch einmal ansprechen und die Mannschaft einschwören. „Wir müssen über die Hundertprozent-Grenze gehen. Alle, ohne Ausnahme, müssen fighten. Dann kommt die Sicherheit auch zurück.“

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