Leichtathletik

Stabhochsprung in einer Corona-Version? Fans müssen sich gedulden

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Nach der Absage des 39. Recklinghäuser Marktplatzspringen ist an einen Ersatztermin nicht zu denken. Das Corona-Virus setzt der Kreativität ganz enge Grenzen.

  • Organisator Hans Timmermann glaubt nicht an einen Nachholtermin
  • Recklinghäuser Marktplatzspringen wohl erst wieder 2021
  • In Oslo gibt es Stabhochsprung in der Corona-Version

Am Montag hatte Hans Timmermann, der Organisator des Recklinghäuser Marktplatzspringens, die Absage für die 39. Auflage am 29. Mai schriftlich und vorliegen. Wind, Kälte und Regen haben der Veranstaltung in knapp 40 Jahren nichts anhaben können. Das Virus hat der einzigen Leichtathletik-Veranstaltung mit Weltklasse-Niveau im Kreis den Stecker gezogen.

Und noch ist nicht einmal klar, ob es sich lohnt, über einen Ersatztermin überhaupt auch nur nachzudenken. „Im Moment passiert ja eigentlich nichts – außer Absagen“, stellt Timmermann frustriert fest. Was nicht ganz stimmt: Not macht bekanntlich erfinderisch, und könnte es spätestens am 11. Juni wieder Stabhochsprung zu sehen geben. Im Fernsehen. In Oslo soll das traditionsreiche Leichtathletik-Meeting stattfinden.

Duell der Weltrekordler - per Videoschalte

Allerdings in einer Art Corona-Version: ohne Fans und mit ausgewählten Athleten: Unter anderem wird der schwedische Überflieger Armand Duplantis, der im Februar mit 6,18 m neuen Weltrekord sprang, gegen Ex-Weltrekordler Renaud Lavillenie antreten. Der Franzose soll aus der Ferne per Video zugeschaltet werden: Lavillenie hebt daheim auf der eigenen Stabhochsprunganlage ab. 

Das ist mal eine schräge Idee. „Sollen wir die Anlage auf dem Altstadtmarkt aufbauen und dann alles absperren, um springen zu können?“, fragt Hans Timmermann. „Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wir leben doch vom Publikum und von unseren Sponsoren.“

Marktplatzspringen wohl erst wieder 2021

Der TV Beckum plant, am 13. September sein „Internationales Stabhochsprungmeeting“ zum 22. Mal auszutragen. Ein stets exzellent besetzter Wettbewerb für Frauen, den im vergangenen Jahr Ex-Olympiasiegerin Jennifer Suhr (USA) für sich entschied. Aber ob dann Zuschauer dabei sein dürfen, weiß niemand. Viel spricht dafür, dass Freunde des Marktplatzspringens gedulden müssen – bis 2021.

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