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Schlagen Michael Gensch (l.) und Sebastian Gabler (r.) in Zukunft noch für den TSV auf? Entscheidend ist, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

TSV Marl-Hüls

Abwarten ist risikoreich

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MARL - Wie es für den TSV Marl-Hüls weitergeht, muss noch ein Gericht entscheiden. In den Abteilungen machen sich die Sportler Gedanken über ihre Optionen.

Die Badmintonspieler, die Schwimmer, die Trampolinsportler und die Turner – alle müssen sie abwarten, bis ein Gericht entscheidet, ob der Verein zu entschulden ist oder dichtgemacht wird. Und alle machen sich ihre Gedanken.

Zum Beispiel in der Badminton-Abteilung, bei deren Jahreshauptversammlung am Donnerstag auch der Gesamtvereinsvorsitzende Udo Lichtenstein zu Gast war. „Wir haben drei Optionen“, sagt Abteilungsleiter Bernd Dapper.

Nummer eins: „Es klappt mit dem TSV und es gibt ein Insolvenz-Verfahren. Dann bleibt alles so, wie es ist.“ Nummer zwei: „Der Verein ist tot. Man könnte einen anderen Verein gründen, um diesen für den Fall in petto zu haben“, sagt Bernd Dapper. „Wie es aussieht, werden wir das auch tun.“

Nummer drei betrifft auch den Fall, dass der TSV nicht entschuldet wird: „Man sucht sich einen anderen Mehrspartenverein und schließt sich dem an.“ Dann müsse man in Kauf nehmen, dass Mannschaften Spielklassenzugehörigkeiten verlieren.

Allein schon zu warten, bis die Entscheidung über die TSV-Insolvenz fällt, ist risikoreich. Laut Dapper hat Trainer Andreas Kunkel seit Januar kein Geld mehr erhalten. „Wenn er aufhört, können wir die Jugendabteilung dichtmachen“, sagt der Abteilungsleiter. Und es gibt ausstehende Rechnungen, die bezahlt werden müssen, im Falle der Badminton-Abteilung eine vom Badminton-Landesverband.

„Der lässt einen an der langen Leine, solange man zahlt“, sagt Bernd Dapper. „Aber wenn man nicht zahlt, kann man ausgeschlossen werden.“ Dass der Ausschluss erst am Ende der Sanktionskette nach Zahlungserinnerung, Sperre der Spieler und Punktabzug steht, macht es für Dapper nicht besser, darauf warten will er nicht.

Die Rechnungen zu bezahlen wäre Sache des Insolvenzverwalters. Wie man hört, hat Udo Lichtenstein versprochen, Kontakt zu ihm aufzunehmen.

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