Adi Cetera steht mit dem Sickingmühler SV momentan am Tabellenende.
+
Adi Cetera ist nach wie vor zuversichtlich, dass der Sickingmühler SV sich fängt.

Fußball

So sieht Trainer Adi Cetera die Lage bei Schlusslicht Sickingmühler SV

  • Sebastian Schneider
    vonSebastian Schneider
    schließen

In den vergangenen zehn Jahren gehörte der Sickingmühler SV zum Inventar der Kreisliga B. Nach vier Partien in der Saison 20/21 sieht es für den Verein vom Feldweg trübe aus: Der SSV hat noch keinen Punkt und ist Schlusslicht der Kreisliga B2.

Nach der Derbyniederlage gegen den FC Marl II wirkten Sie geschockt. Was ging da in Ihnen vor?
Ich hatte Fragezeichen über meinem Kopf. Im Training sind die Jungs gallig und gehen hohes Tempo, und sonntags ist dann so eine Blockade da. Daher habe ich die Jungs gebeten, sich mal zusammenzusetzen und sich die Meinung zu sagen.
Die Niederlage gegen den FCM war für den SSV die vierte im vierten Kreisliga-B-Spiel. Hatten Sie nach der Vorbereitung etwas anderes erwartet?
Mir war bewusst, dass die ersten drei, vier Spiele schwierig werden. Schließlich hatten wir auch einen krassen Systemwechsel, daran müssen sich die Jungs erst einmal gewöhnen. Aber nach den Trainingseindrücken war ich positiv. Wir sind ja fit.
Nach vier Spielen hat Ihre Mannschaft null Punkte, zwei Tore selbst geschossen und 16 kassiert. Wo setzen Sie künftig im Training an?
Wir arbeiten weiter. Wenn es im Training nicht laufen würde, würde ich etwas ändern, aber so ist es ja nicht. Es ist eine Einstellungsfrage.
Beim SSV hat es über einen längeren Zeitpunkt einen Umbruch gegeben. Gestandene Kreisliga-B-Spieler haben den Verein verlassen, im Sommer kamen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs dazu. Reicht die sportliche Qualität für die Kreisliga B?
Davon bin ich überzeugt. Aber Talent gewinnt keine Spiele, sondern der Wille. Der zeigt sich auch daran, wie oft ich zum Training gehe und was ich dort mache.
Wird es Ihre Mannschaft noch schaffen, den Hebel umzulegen? Was muss sie dafür anders machen?
Wir müssen einfach diese Blockade lösen. Und die löst du, indem du dir ein Erfolgserlebnis verschaffst. Aber dafür musst du viel arbeiten, und manchmal tut es auch weh.
Welche Rolle spielt Ihr Trainerkollege Leandro Formaggio, dem Sie im Sommer an die Seite gestellt wurden und der im Gegensatz zu Ihnen auch auf dem Spielfeld Einfluss nehmen kann?
Ursprünglich gehörte auch Patrick Scholz dazu, aber er hatte beruflich zu viel zu tun und macht jetzt die zweite Mannschaft, soweit er es schafft. Leandro ist offiziell der Cheftrainer, intern sind wir aber gleichberechtigt. Er hat als Spielertrainer ja zwei Aufgaben, und ich unterstütze ihn dabei.
Jetzt wartet schon wieder ein Derby auf den SSV. Was erwarten Sie am Sonntag von Ihrer Mannschaft im Spiel beim SuS Polsum?
Vielleicht ist es ganz gut, dass wir mal nicht das Spiel machen müssen. Aber wir müssen auf jeden Fall mutig sein, wenn wir Erfolg haben wollen.
Hilft Ihnen beim Trainerjob Ihre eigene Erfahrung als Spieler? Immerhin haben Sie unter anderem für die Spvgg. Erkenschwick in der Oberliga gespielt.
Ich habe 2010 beim TSV Marl-Hüls unter Holger Flossbach zum ersten Mal als spielender Co-Trainer gearbeitet. Die Erfahrung hilft mir ungemein. Ich bin auch ein Typ, der gerne sehr nah an der Mannschaft ist, der auf dem Platz, aber auch abseits davon, unterstützt.
Wie kam es im Sommer dazu, dass sie zum Sickingmühler SV gegangen sind?
Ich hatte nach dem Ende meines Engagements in Disteln ein Jahr nichts vor und habe irgendwann mal ein SSV-Spiel gesehen. Ich fand die Mannschaft ordentlich, nur hatte sie keine Idee für die Offensive. Weil ein Spielertrainer es alleine immer schwer hat, habe ich meine Unterstützung für ein Jahr zugesagt.

Auch das Kreisliga-B-Derby des Sickingmühler SV gegen den FC Marl III war am vergangenen Spieltag Teil unseres Live-Tickers. Hier ist er zum Nachlesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

So bereitet der TSV Marl-Hüls seinen Neustart nach vier Wochen Pause vor
So bereitet der TSV Marl-Hüls seinen Neustart nach vier Wochen Pause vor
So bereitet der TSV Marl-Hüls seinen Neustart nach vier Wochen Pause vor
Zwei Hülser auf dem Treppchen
Zwei Hülser auf dem Treppchen

Kommentare