Global Champions League Springreiter Ahlmann
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Nicht Cote d’Azur, sondern Miami im Frühjahr 2019 vor Corona: Auch wenn das Ambiente stimmt, sieht Springreiter Christian Ahlmann den Springsport noch lange nicht zur Normalität zurückkehren.

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Keine Champagnerlaune an der Cote d'Azur

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Die weltbesten Springreiter geben sich an diesem Wochende ein Stelldichein an der Cote d'Azur. In Champagnerlaune sind Christian Ahlmann und Co. aber nicht.   

Die Corona-Pandemie hat auch den Springsport zum Erliegen gebracht. Gab es zuletzt hochdotierte Veranstaltungen 52 Wochen lang im Jahr, ist das privat organisierte Turnier an einem der schönsten Mittelmeerstrände die erste 5-Sterne-Veranstaltung seit Monaten.

Vom Jetset ist aber weit und breit nichts zu sehen, aber das alleine ist es nicht: „Es ist alles nicht so, wie es war oder wie man es gerne hätte“, sagt Ahlmann.

Die Global Champions Tour, die auch in St. Tropez Station gemacht hätte wie an vielen anderen sonnigen Orten dieser Welt, ist bereits gestrichen. Ob im Herbst die Weltcupveranstaltungen in der Halle stattfinden können, steht in den Sternen. 

St. Tropez ist jetzt eine nette Abwechslung, eine Möglichkeit, einen Sport auszuüben, der ansonsten keine Pause mehr kennt. Und doch: Auch wenn der Turniersport wieder möglich ist, „ist das alles weit weg von normal“, wie Christian Ahlmann es sagt.

Keine Turniere, keine Einnahmen

Satte Prämien gibt es auch diesmal vor wohl fast leeren Tribünen zu gewinnen, das privat finanzierte Turnier wird aber vorerst das einzige bleiben auf allerhöchstem Weltniveau. „Barcelona will versuchen, das Nationenpreisfinale auszurichten, wie man hört“, erzählt der Reiter. Das wäre dann Anfang Oktober der Fall.

Die Konsequenz: Es fehlen die Einnahmen, und dazu zählt der Reiter nicht nur die Preisgelder. Mit dem Turniersport sind auch zeitweise der komplette Verkauf und die Zucht weggebrochen. „Ohne Turniere kein Handel“, sagt er. „Da sind die Preisgelder nur ein Teil des Ganzen.“ 

Unter dem Strich ein dickes Minus

Einen Pferdesportbetrieb könne man aber nicht so einfach zusperren: Die Vierbeiner müssen versorgt und bewegt werden, da ist es ganz egal, ob sie in der Soers vor 30.000 Zuschauern über die Stangen springen oder in Marl-Frentrop in der Box auf stehen und auf die saftigen Wiesen schauen. Die ganze Logistik bleibt. 

„Da wird unter dem Strich ein dickes Minus bei rauskommen, und das heißt nicht, dass es eine schwarze Null werden wird“, sagt der Reiter desLändlichen Reit- und Fahrvereins Marl über die Lage seines Betriebs mit 15 Mitarbeitern.

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