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Bereit fürs Spitzenspiel: Die Damen des VC Marl mit (oben von links) Trainer Andre Mölleken, Nele Wiemann, Trainer Peter Limmroth, Cordula Lütkenhaus, Jana Krämer, Luisa Orgzall, Ute Greving, Hannah Löns; (unten von links) Jule Wibbeke, Rebecca Finke, Lisa Limmroth, Marie Bagsik und Leonie Rogalla. Es fehlt Annika Kopse.

Volleyball

Entscheidung vor lauter Kulisse

MARL - Ein Saisonfinale nach Maß erlebt die Bezirksklasse: Die beiden Erstplatzierten, der TuS Herten III und der VC Marl treffen in der Halle der August-Döhr-Schule im direkten Duell aufeinander (So., 14 Uhr).

Die Ausgangslage ist klar, wobei die Gäste leicht im Vorteil sind. Gewinnt der VC 3:0, ist er obenauf. Bei einem 3:1-Heimsieg kommt es auf die Ballpunkte an. Ein 3:2 reicht Marl schon nicht mehr, von einem Sieg der Hertener Damen ganz zu schweigen.

Andre Mölleken und Peter Limmroth, die die Marler Volleyballerinnen gemeinsam coachen, machen die Rechenspiele nicht mit: „Unser Saisonziel, die Relegation, haben wir schon erreicht und alle Spielerinnen haben nach dem Abstieg in der Vorsaison wieder Spaß am Volleyball gefunden. Das ist das Wichtigste.“ Das Trainer-Duo sieht das letzte reguläre Match als Bonusaufgabe an und hofft auf eine mehr als gut gefüllte Halle. „Die Zuschauerzahl war im Hinspiel schon enorm. Das werden wir noch einmal toppen. Neben der Spannung dürfen sich alle Zuschauer auf kühle Getränke, leckere Snacks und Kuchen freuen.“

„Der Spieltag wird laut“, ahnt Peter Limmroth, der das Hinspiel (1:3) nicht gut in Erinnerung hat. Beide Trainer sind überzeugt davon, dass es fair und sportlich bleibt. Die „Tultras“ – die Fans des TuS Herten – seien laut, verrückt und nicht zu beschreiben.

„Die Jungs sind zum VC Marl immer fair und haben uns vor zwei Jahren auch umgehend zur verdienten Meisterschaft gratuliert, mehr Sportsgeist geht im Derby nicht“, lobte Mölleken. Er hat im Vorjahr bei der ersten Mannschaft des TuS, damals noch unter Udo Jeschke, hospitiert.

Die VC Girls haben sich gewissenhaft vorbereitet. Hannah Löns ist noch im Urlaub, wird aber rechtzeitig zurück sein. Ansonsten stehen dem Trainerteam alle Spielerinnen zur Verfügung. „Die Mädels haben Bock zu zeigen, was sie gelernt haben. Wir sind taktisch gut und variabel auf Herten eingestellt“, erklärt der Marler Trainer zuversichtlich.

Er gibt die Favoritenrolle gern an den Gegner ab: „Wir kennen den Druck, nur einen Satz gewinnen zu müssen. Der Kopf will zwar, aber der Körper ist dann ganz schön schwer. Für die TuS-Mädels wäre es dazu der erste Erfolg seit langer Zeit in dieser Spielklasse, das steckt natürlich auch dort im Kopf, und das wissen wir.“

Beide Teams haben gemeinsam klar die Liga dominiert. Der Vorsprung auf die DJK Sportfreunde Datteln als drittplatziertem Team beträgt 15 beziehungsweise zwölf Punkte. „Es wäre doch schade, wenn es dieses Duell in der nächsten Saison nicht geben würde. Beide Mannschaften haben den Aufstieg verdient.“

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