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Zeichen gegen Gewalt im Fußball: GW Erkenschwick hat eine Plakat-Aktion gestartet.

Fussball

Gewalt in der Kreisliga: GW Erkenschwick will Zeichen setzen

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Die Massenschlägerei im Anschluss an das Spiel Westfalia Vinnum - SV Herta bewegt den Fußballkreis. GW Erkenschwick fordert klare Kante gegen Gewalt im Fußball und will sich dem Boykott gegen Herta anschließen. 

Westfalia Vinnum hat bereits Konsequenzen aus den Vorkommnissen vom Sonntag gezogen, als es nach Spielschluss in der Partie gegen SV Herta Recklinghausen zu einer Massenschlägerei mit acht Verletzten gekommen war. Die Olfener haben angekündigt, keine Spiele mehr gegen SV Herta bestreiten zu wollen. 

Jetzt hat ein zweiter Verein aus der Kreisliga A2 sich dem „Herta-Boykott“ angeschlossen und startet gleichzeitig eine allgemeine Aktion gegen Gewalt im Amateurfußball.

Zeichen setzen für gewaltfreien Fußball

„Es geht uns ganz klar nicht darum, hier einen Verein an den Pranger zu stellen“, sagt Thomas Synowczik, Trainer bei A-Kreisligist GW Erkenschwick.  „Wir von GW Erkenschwick wollen mit einer Plakat-Aktion ein Zeichen setzen für gewaltfreien Fußball."

Spieler aller drei Seniorenteams und der Vorstand treffen sich und machen ein Gruppenfoto, auf dem sie auf einem Banner ihren Protest zum Ausdruck bringen wollen. Unter dem Motto „#solidaritätmitvinnum# - Gegen Gewalt im Fußball“, soll die Aktion gestartet werden. 

Auch die Grün-Weißen mussten vor zwei Wochen am Recklinghäuser Bruchweg antreten, wo der SV Herta seine Gäste zu den Heimspielen empfängt. Dort sei "unser Spieler Fabio Kowalke in der ersten Halbzeit im Rücken des Schiedsrichters mit einem Faustschlag niedergestreckt" worden, so Synowczik, der Kowalke danach auswechseln musste.

Härtere Sanktionen sollen her 

Mit ihrer Aktion wollen die Grün-Weißen das Gewaltproblem in die öffentliche Diskussion bringen und hoffen auch darauf, dass die Verantwortlichen des Fußballkreises mit härteren Sanktionen solche Spieler und Zuschauer aus dem Verkehr ziehen. 

„Zudem hat ja auch der Verein SV Herta viele Möglichkeiten, sich ganz klar von solchen Gewalttätern zu distanzieren. Aber da kommt meistens nichts“, ärgert sich Synowczik und versichert: „Wenn einer meiner Spieler einem 65-Jährigen den Oberschenkel brechen würde, käme der nie wieder auf unsere Platzanlage – versprochen!“

Vor fast genau einem Jahr war es in der Kreisliga B nach Handgreiflichkeiten zu einem Spielabbruch gekommen, wonach Schiedsrichter Alim Kiren die Pfeife an den Nagel hängte.  

Alle Infos zur Schlägerei in Vinnum (mit Video eines Zeugen) finden Sie hier.

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