TuS Hertens Damen feiern einen Sieg.
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Einfach mal abfeiern in einer vollen Knappenhalle: Im Oktober soll es das beim TuS Herten wieder geben.

Volleyball

Neuer Spielmodus für TuS Herten: Weniger Partien, größere Spannung

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Die Regionalliga startet mit einem neuen Modus in die nächste Saison. Der ist vor allem Corona geschuldet. Beim TuS Herten ist die Vorfreude auch aus sportlichen Gründen groß.

Die kommende Saison liegt noch in weiter Ferne, doch der Trainer scheint bereits unter Strom zu stehen. „Ein geiler Modus. Der bringt Feuer rein“, sagt Marvin Hansmann, Übungsleiter des Damen-Regionalligisten TuS Herten. Worum es geht? Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat für die Saison 2021/2022 ein neues Spielsystem für die Dritten Ligen und die Regionalligen beschlossen. Für die Regionalliga West mit dem TuS Herten heißt dies:

Die Klasse startet in zwei Staffeln mit sieben Teams. Zugrunde liegt eine Tabelle mit den Ergebnissen der letzten Spielzeiten. Nach dem „Reißverschlussprinzip“ werden alle Klubs den Gruppen zugeordnet. Nach der Vorrunde spielen die jeweils besten drei Teams beider Gruppen in einer Aufstiegsrunde um den Titel. Die Klubs auf den Plätzen vier bis sieben kämpfen gegen den Abstieg. Mitgenommen werden die Ergebnisse gegen Konkurrenten aus der eigenen Gruppe. Jedes Team trifft damit in Hin- und Rückspiel nur noch auf Gegner der anderen Vorrundengruppe. Am Ende der Finalrunde steht eine Gesamttabelle mit Meister und Absteigern.

Modus sorgt für luftigen Spielplan

Anders als der Hertener Trainer Marvin Hansmann hatten die Entscheider beim Verband nicht so sehr die sportliche Brisanz im Blick. Sie leitete die Sorge vor dem Virus und seine Auswirkungen auf den Sport. Der neue (Corona-) Modus sorgt für einen luftigen Spielplan. Die Chancen, eine Saison endlich wieder zu Ende zu bringen, steigen. Sollte der TuS die Aufstiegsrunde erreichen, müssten die Hertenerinnen 18 statt der regulären 26 Partien bestreiten. Die Saison braucht damit auch erst im Oktober zu beginnen – wenn Aktive und Fans geimpft sind.

„Das dürfte die Chance, in der Knappenhalle wieder vor Publikum zu spielen, erheblich vergrößern. Endlich wieder vor unseren Fans zu spielen: Das wünschen wir uns alle“, sagt TuS-Trainer Hansmann. Bis dahin stehen allen, die einen Mannschaftssport betreiben, allerdings noch harte Wochen mit schweißtreibendem Einzeltraining bevor. Angesichts der Infektionslage ist an gemeinsame Einheiten mit Ball weiter kaum zu denken.

Training mit Ball erst im Frühsommer und im Sand

Hansmann hofft auf den Frühsommer und Beachvolleyball-Anlagen. Dann wird die interessante Frage sein, welcher Kader dem TuS Herten zur Verfügung steht. Beim Personal will der Trainer derzeit noch nicht ins Detail gehen. Corona habe Entwicklungen befeuert, die den ambitionierten Hobbysport schwer treffen könnten: „Einige stellen gerade fest, dass das Leben auch ohne Volleyball funktioniert. Ohne zwei oder drei Mal in der Woche zu trainieren und am Wochenende kreuz und quer durch NRW zu fahren.“

Das sei aber nicht nur in der Regionalliga ein Thema. Marvin Hansmann: „Noch mehr Sorgen mache ich mir um die Teams in den Spielklassen darunter.“ Beim TuS Herten. Aber längst nicht nur dort.

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