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Aleksander Wilk war zuletzt Trainer beim VfB Hüls. Jetzt übernimmt der 29-Jährige gemeinsam mit Matthias Gellner die U19 der Spvgg. Erkenschwick.

Jugendfußball

Wilk nun doch kein Trainer bei der U19 der Spvgg.: "Es passte einfach nicht"

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Die Nachwuchsabteilung der Spvgg. steckt in der Krise. Mit neuem Personal soll’s aufwärts gehen. Für die U19 wurde ein  Trainerduo verpflichtet, von dem einer wieder weg ist. 

  • U19-Fußballer der Spvgg. im Abstiegskampf
  • Aleksander Wilk wird nun doch kein Trainer
  • Gellner und Gehrmann leiten das Training

UPDATE

Aleksander Wilk, den die Spvgg. Erkenschwick vergangene Woche neben Matthias Gellner als einen von zwei neuen Trainern für die U19 vorgestellt hatte, ist schon wieder weg. „Es passte einfach nicht“, sagt Ingo Finkenstein. Der neue Sportliche Leiter der Jugend sucht nun nach einem zweiten Trainer, führt bereits Gespräche. Bis ein neuer Coach gefunden wurde, wird die U19 von Gellner trainiert, der von U17-Coach Holger Gehrmann unterstützt wird. Wilk selbst nennt "private Gründe, die kurzfristig aufgetreten sind" als Grund für seine Entscheidung. Näher möchte er darauf nicht eingehen.

Klassenerhalt ist das oberste Ziel  

Ein „Weiter so“ kann es nicht geben in der Jugendabteilung der Spvgg. Erkenschwick. Wenn an diesem Samstag die Teams von VfB Waltrop und TuS Haltern auf dem Sportplatz des FC Marl an der Hagenstraße mal wieder die Kreispokalsieger in den Altersklassen der C-, B- und A-Junioren unter sich ausmachen, dann sind die Nachwuchskicker der einstigen Nummer eins in Sachen Nachwuchsarbeit im Kreis Recklinghausen bestenfalls als Zuschauer dabei. Die Schwarz-Roten, zweimal in der jüngeren Vergangenheit sogar in der A-Junioren-Bundesliga vertreten, haben sich nach dem Doppelabstieg der U17- und U19-Junioren aus der Landesliga im vergangenen Sommer in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet. Und bei den A-Junioren droht sogar der nächste Abstieg. „Mit aller Macht“, sagt der kommissarische neue Jugendleiter Martin Baß, „muss ein weiterer Abstieg der A-Jugend verhindert werden.“ Das habe absolute Priorität. 

Ingo Finkenstein neuer Sportlicher Leiter

Es fehle derzeit im Verein nicht nur an qualifizierten jungen Fußballern, es fehle auch an qualifizierten Mitstreitern im administrativen Bereich.  Jetzt hat Martin Baß, viele Jahre in verschiedenen Funktionen bei der DJK TuS Hordel aktiv, sein Netzwerk genutzt, um neue Mitstreiter für den Nachwuchsbereich zu gewinnen. Ingo und Michele Finkenstein gehören demnach ab sofort zum Team hinter den Teams. Ingo Finkenstein ist dabei in der Szene kein unbeschriebenes Blatt. Der einstige Chefscout in der Jugend von RW Essen war Manager bei Westfalia Herne, später auch beim FC Kray in der Regionalliga. Der 51-Jährige hatte zuletzt bei seinem Heimatklub Hordel eine zweite Mannschaft auf die Beine gestellt, ehe sich die Wege trennten. Beruflich arbeitet Finkenstein, dessen Neffe Michele (34, u.a. TuS Hordel und VfL Bochum) neuer Jugendgeschäftsführer wird, als Integrationshelfer an einer Gesamtschule in Hattingen, engagiert sich auch für ehrenamtliche Projekte für Jugendliche. 

Wilk und Gellner solllen die Klasse halten

Ganz oben auf seiner Agenda bei seinem neuen Verein: die Suche nach einem neuen A-Jugendtrainer. Zuletzt hatte sich U17-Trainer Holger Gehrmann bereit erklärt, die U19 mitzuübernehmen, bis ein neuer Trainer gefunden ist. Auch Vereinspräsident Olaf May setzte sich als Trainer der U19 auf die Bank. Und hier können Baß und Finkenstein jetzt Vollzug vermelden. Mit Aleksander Wilk und Mattes Gellner wurde Anfang dieser Woche ein Trainergespann verpflichtet, das die Mannschaft aus der sportlichen Misere in der Bezirksliga führen soll. 

Gemeinsam mit Gellner wird Wilk (29) also ab sofort die U19-Jugend der Spvgg. trainieren. Wilk war bereits von 2012 bis 2015 bei den Schwarz-Roten tätig, trainierte die U11 bis U13. 2016 wechselte er als Co-Trainer der U19 zum TSV Marl-Hüls. Von 2016 bis 2018 war er Trainer der U15 bis U17 beim VfB Hüls. Er ist selbst noch aktiver Fußballer, spielt für A-Kreisligist RW Erkenschwick. Der angehende Lehrer (Sport und Sozialwissenschaften) beendet im kommenden Jahr sein Studium an der Universität Dortmund. 

Der "Neue" ist auch im Triathlon aktiv

Mattes Gellner ist 49 Jahre alt und aktuell noch Jugendtrainer beim FC Oeding (E-Junioren), wo der jüngste seiner drei Söhne spielt. Als aktiver Fußballer war er für Concordia Wiemelhausen am Ball, hält sich bei den Alten Herren des FC Oeding fit,, wo er eine Fußballschule hat. Zudem hat er den Eignungstest für die B-Lizenz bestanden und bereits eine feste Anmeldung zum Lehrgang Anfang 2020. Neben Fußball gehört auch der Triathlonsport zu seinen Leidenschaften. Auch hier war er als Aktiver, aber auch als Trainer schon tätig.

Die Spvgg.-Jugend steckt in einem Dilemma. 

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