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Hermes liefert doppelt.

33:20 gegen Suderwich

FC-Handballer gewinnen Derby klar

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OER-ERKENSCHWICK - Ein Rückkehrer muss den Kollegen nach dem souveränen 33:20-Derbysieg des FC gegen SG Suderwich gleich zwei Kästen spendieren.

Des einen Leid ist des anderen Freud. Während sich die Handballer des FC 26 Erkenschwick nach dem klaren 33:20 (14:13)-Derbysieg in der Willi-Winter-Halle nach der Schlusssirene ausgiebig von den gut 100 Zuschauern feiern ließen, gingen die Köpfe bei den Kontrahenten nach unten. „Das könnte eventuell der letzte Sargnagel gewesen sein. Solange der Abstieg jedoch rechnerisch noch zu verhindern ist, werden wir dafür natürlich auch alles tun“, sagt Suderwichs enttäuschter Trainer Andreas Gerdes. Nach der Pleite bleiben die Suderwicher auf dem letzten Tabellenrang der Bezirksliga Ruhrgebiet und haben nun sechs Zähler Rückstand auf den viertletzten Platz, welcher am Saisonende wohl zum Klassenerhalt reichen wird. Bei nur noch vier zu spielenden Partien – der FC 26 hat sogar nur noch zwei Duelle – ist der Abstieg für die Recklinghäuser jedoch nur noch theoretisch zu verhindern.

Auf der anderen Seite zeigte sich Jens Körner, Trainer beim FC 26, trotz des am Ende klaren Sieges nicht ganz angetan vom Auftreten seiner Truppe. „Da war viel mehr drin. Ich verstehe nicht, warum wir unsere Leistung, die wir eigentlich abrufen können, nicht immer ins Spiel übertragen können“, ärgert er sich. Insbesondere die ersten 30 Minuten stören den Coach am Ende sehr. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte mit einem anfänglichen 1:4-Rückstand gingen die Rapener mit einer hauchdünnen 14:13-Führung in die Kabine. „Da hat Suderwich das Derby angenommen und wir eben nicht. So können wir uns einfach nicht präsentieren“, meint Körner.

Der Trainer gab seiner Sieben jedoch scheinbar die richtigen Anweisungen mit auf den Weg in Hälfte zwei. Tor für Tor setzten sich die Gastgeber danach ab. Suderwich hatten gegen die schnellen Tempogegenstöße keine Mittel mehr und mussten abreißen lassen. Groß war der Jubel beim FC, als Lukas Hermes, der sein erstes Spiel nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Sommer absolvierte, zum zwischenzeitlichen 30:18 traf (54.). Der Treffer hat Auswirkungen. Neben der obligatorischen Bierkiste für seinen ersten Saisontreffer, muss der Linkshänder am Ende also auch noch einen zweiten Kasten fürs 30. Tor in diesem Spiel spendieren. Es war übrigens Hermes’ einziger Treffer in der Partie.

Als dann auch noch ausgerechnet der bullige Kreisläufer Sebastian Dücker per Tempogegenstoß den 33:20-Endstand erzielte, war die Party perfekt. „Das dürfte wohl mein erster Treffer nach einem Gegenstoß seit vielen Jahren gewesen sein“, scherzte „Strulli“, als die Teamkollegen hinter ihm den Derbysieg ausgiebig feierten.

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