Ablösestreit möglich

Peterlin-Wechsel zu GWE verärgert Bona

DATTELN - Am Tag vor Heiligabend hatte es sich Marvin Peterlin dann doch anders überlegt und sich zur Rückkehr an den Nußbaumweg entschieden. Nur ein halbes Jahr nach seinem Wechsel von GW Erkenschwick zum SV Horneburg kehrt der 31-Jährige dem Klub von Trainer Rüdiger Bona den Rücken, um in der Rückrunde seinem „alten Kumpel“ Sedat Kilicarslan und der zweiten Mannschaft von GWE im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga B4 zu helfen.

„Es hat absolut nichts mit dem SV Horneburg oder Rüdiger Bona zu tun. Ich habe mich in Horneburg sehr wohl gefühlt“, versichert der Torjäger, der vor fünf Jahren schon einmal für den SVH auf Torejagd ging. In der Saison 2014/2015, nach seinem Umzug von Oer-Erkenschwick nach Datteln, hatte er unter dem damaligen Horneburger Trainer Michael Blum am Landwehrring gespielt. Anderthalb Jahre später zog es ihn aber wieder zurück zu GWE, wo er zuvor auch seine komplette Zeit als Jugendfußballer verbracht hatte. „Bei GWE ist es noch etwas familiärer“, sagt der gelernte Elektriker, der nach überstandener Knie-OP jetzt wieder auf dem Weg zu 100 Prozent sei, wie er versichert.

„Ich hatte einen Knorpelschaden, wie fast alle Fußballer wohl auch. Zudem wurde bei der OP eine Entzündung im linken Knie behandelt und der Meniskus geglättet“, erzählt er. „Ich bin zwar noch nicht wieder topfit, hoffe aber, dass ich der zweiten Mannschaft von GWE im Abstiegskampf helfen kann.“

Bei den Horneburgern war man von dem Wechsel des langen Allrounders – Peterlin kam auch bei den Dattelnern sowohl in der Innenverteidigung als auch als vorderste Spitze zum Einsatz – nicht begeistert. Rüdiger Bona geht sogar noch einen Schritt weiter und wirft dem baumlangen Fußballer sogar Wortbruch vor. „Wir hatten Ende November eine interne Sitzung, wo jeder Spieler sich äußern sollte, ob er in der Rückrunde noch für den SV Horneburg spielen wird. Und da hat Marvin ganz klar gesagt, dass er bis zum Saisonende bei uns bleibt“, erzählt der Chefcoach des SVH. Bei Ali Caliskan, der zu Teutonia SuS Waltrop wechseln wird, sei die Sache ganz anders gewesen, sagt Bona. „Er hat früh mit offenen Karten gespielt und mitgeteilt, dass er uns verlassen wird.“

Es droht eine Sperre fast bis zum Saisonende

Da bahnt sich offenbar ein Wechselstreit zwischen GWE und SVH an und die Hoffnung Peterlins, dass die Horneburger ihm „keine Steine in den Weg legen werden“, zerstört der Ex-Coach. „Wie groß die Steine sind, die die Grün-Weißen aus dem Weg räumen müssen, wenn sie Peterlin freimachen wollen, werde ich in der Öffentlichkeit nicht preisgeben“, sagt Bona. Es dürften aber schon ein paar Brocken sein. „Wir mussten ja reagieren und selbst noch einmal aktiv werden. Und ablösefrei kommen die neuen Spieler zu uns ja auch nicht“, sagt Bona.

Sollte Peterlin also keine Freigabe erhalten, droht ihm eine Sperre fast bis zum Saisonende. Sein letztes Spiel für Horneburg hatte der gebürtige Oer-Erkenschwicker am 2. Dezember bestritten und bei der 2:6-Niederlage beim SV Titania sogar ein Tor erzielt. Ohne das Okay aus Horneburg, wäre er erst sechs Monate nach seinem letzten Einsatz wieder spielberechtigt.

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