Abstieg oder Klassenerhalt?

Hängepartie für die WSG Vest geht weiter

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OER-ERKENSCHWICK - Weil Zweitligist SpVg. Laatzen aus Niedersachsen sich noch nicht entschieden hat, ob man vom Aufstiegsrecht zur Bundesliga Gebrauch machen wird oder nicht, müssen die Wasserballer der WSG Vest weiter warten. "Es ist schon irgendwie lustig“, sagt Carsten Stegen, Wasserballwart und -trainer der ersten Mannschaft der SpVg. Laatzen, „dass wir über das Schicksal eines Oberligisten aus Westfalen entscheiden müssen.“

Hintergrund: In der Wasserball-Oberliga ist die WSG Vest, Spielgemeinschaft aus SV Neptun Erkenschwick und TuW Recklinghausen-Süd, als Vorletzter sportlich eigentlich abgestiegen. Weil sich aus der Bundesliga aber der SC Neustadt überraschend zurückgezogen hat, wird im Oberhaus (Gruppe B) ein Platz frei. Und da kommt nun die SpVg. Laatzen, die südlich von Hannover beheimatet ist, ins Spiel. Beim Vierer-Aufstiegsturnier in Weiden vor vier Wochen waren die Niedersachsen als Dritter hinter Köln und Gastgeber Weiden eigentlich knapp gescheitert, könnten nun aber für Neustadt nachrücken.

Bis Ende Juli wollten sich Carsten Stegen und seine Vorstandskollegen eigentlich entschieden haben. Am Mittwoch sagte der Wasserballwart im Gespräch mit dieser Zeitung aber: „Wir haben erst vor zwei Tagen die offiziellen Unterlagen des DSV bekommen und müssen das jetzt alles noch einmal genau sondieren.“ Es geht vor allem ums Geld. „Bevor wir in der Bundesliga auch nur eine einzige Fahrt gemacht haben, müssen wir erst einmal 9000 Euro auf den Tisch legen“, rechnet Stegen vor. Weitere Fallstricke drohen. Hohe Strafen sehe der Verband zudem vor, wenn ein Bundesligist zu wenige Jugendmannschaften oder Schiedsrichter gemeldet hat. „Die Tendenz geht daher dahin, dass wir auf den Bundesliga-Platz verzichten werden“, erklärt der Übungsleiter. Verzichtet Laatzen tatsächlich, würde das Aufstiegsrecht an den Düsseldorfer SC, Vierter der Aufstiegsrunde, übergehen. Und wenn die Wasserballer aus der Landeshauptstadt tatsächlich in die höchste Liga aufsteigen würden, dann würde das eine Kettenreaktion in Gang setzen, an deren Ende die WSG profitieren würde. Stegen hat zumindest schon einmal Kontakt zu den Düsseldorfern aufgenommen. „Ich werde aber nicht für einen anderen Verein sprechen“, sagt er.

Tatsächlich sieht es aber wohl so aus, als ob auch der DSC aus den gleichen Gründen nicht aufsteigen will. Dann würde die Wasserball-Bundesliga Gruppe B in der nächsten Saison wohl mit einer Mannschaft weniger an den Start gehen. Abgestiegen ist dort Poseidon Hamburg, die eigentlich gerne in der Liga geblieben wären. „Aber vielleicht überlegt es sich der Verband ja noch einmal anders und lässt die Hamburger doch noch drin“, sagt Stegen.

So oder so, muss die WSG Vest weiter auf die Entscheidungen aus Laatzen und Düsseldorf warten. Es sieht seit dieser Woche aber etwas schlechter aus in Sachen Oberliga-Zugehörigkeit.

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