3:3 beim THC Münster

Tennis-Herren 40 mit einem Achtungserfolg

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OER-ERKENSCHWICK - Die Hallensaison in der Westfalenliga hat für die Tennis-Herren 40 des TuS 09 Erkenschwick mit einer positiven Überraschung begonnen. Vom Liga-Mitfavoriten THC Münster brachten Christian Wöbeking, Andre Thyret, Michael Grollmann und Andre Steins einen nie für möglich gehaltenen Punkt mit. „Allerdings“, räumt Erkenschwicks Nummer zwei Andre Thyret ein, „waren das schon sehr glückliche Umstände.“

Die Domstädter, die mit der Übermannschaft des Dortmunder TK RW 98 zu den Top-Adressen in der Westfalenliga zählen, seien am Ende selbst schuld gewesen, dass sie die Begegnung mit dem Aufsteiger vom Stimberg nicht gewannen, wie Thyret sagt: „So etwas habe ich auch noch nie erlebt.“

Schon vor dem Spiel hatten die Gastgeber den Nullneunern offenbart, dass sie aus personellen Gründen nur eines von zwei Doppeln stellen könnten, weil Henner Henning, der an Nummer vier für den THC gemeldet ist, nach seinem Einzel noch zu einem anderen Termin weg müsse. Und weil der überragende Christian Wöbeking das Duell der beiden Topspieler gegen den höher eingestuften Münsteraner Robin Ungruhe in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:3 gewann, hatten die Gäste nach den erwartbaren Niederlagen von Thyret (5:7; 2:6), Grollmann (4:6; 5:7) und Steins (2:6; 2:6) beim Stande von 3:1 tatsächlich noch eine Chance.

Kampflos kam der TuS zum 3:2-Anschluss, weil Münster aufs zweite Doppel verzichtete. So fiel dann zwischen Wöbeking/Thyret und den von der Papierform favorisierten Mathias Bieling/Matthias Hinz die Entscheidung über Niederlage oder Remis. Und tatsächlich setzte sich das TuS-Duo in einem tollen Match mit 6:4 und 7:6 durch und sicherte so das 3:3. Ein so gutes Herren-40-Match, da waren sich neutrale Zuschauer einig, hatte es auf der Anlage lange nicht gegeben.

„Das war natürlich nicht ganz so klug von Münster, dass sie uns vorher verraten hatten, dass sie das zwei Doppel nicht spielen werden. Hätten wir das nicht gewusst, hätten wir beim Stande von 1:3 vermutlich auf die Austragung der Doppel verzichtet, die Punkte geteilt und wären mit einem 2:4 nach Hause gefahren“, gibt Thyret zu.

Nach dem unerwarteten Punktgewinn sind die Herren 40 des TuS optimistisch, dass der Klassenerhalt geschafft werden kann, wie Thyret sagt. Aus der Fünfer-Liga, in der eine einfache Runde (ohne Rückspiel) gespielt wird, steigen die letzten beiden Mannschaften ab. Der Sieger der Gruppe steht im Endspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den Sieger der Parallelgruppe.

Während die Dortmunder, die an den ersten drei Positionen mit den Spaniern Joaquin Munoz Hernandez (LK3) und Gorka Fraile (LK4) sowie dem Niederländer Rogier Wassen (LK3) sogar ehemalige ATP-Spieler gemeldet haben, für den Rest und auch den TuS 09 (spielt dort am 12.1.) wohl unschlagbar ist, könnte in den beiden Heimspielen gegen Huckarder TC (8.12.) und vor allem gegen TC Buer (19.1.) die Entscheidung im Abstiegskampf fallen. Mit der Leistung von Münster dürfte das gelingen.

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