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Pascal Reissing (l.) hat für Grün-Weiß Erkenschwick immer alles gegeben, wie hier im Duell mit seinem heutigen Mitspieler Patrick Grüner, der damals noch im Trikot der Spvgg. Erkenschwick im Einsatz war.

Fußball 

Den Abschied als Seniorenfußballer  hatte sich Pascal Reissing anders vorgestellt 

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Nach dieser Saison sollte Schluss sein, mit Abschiedsspiel und Blumenstrauß – auch für Fußballer Pascal Reissing von GW Erkenschwick. Doch dann kam Corona.

  • Vielen Fußballer, die sich auf einen würdigen Saisonabschluss und ein feierliches Karriereende gefreut haben, macht Corona einen Strich durch die Rechnung. 
  • Auch Pascal Reissing von GW Erkenschwick wollte nach dieser Spielzeit die Schuhe an den Nagel hängen. 
  • Jetzt überlegt es sich der 32-jährige Oer-Erkenschwicker vielleicht noch einmal anders.  

So wie Pascal Reissing, Mittelfeldspieler von A-Kreisligist Grün-Weiß Erkenschwick geht es aktuell wohl vielen Fußballern im besten Altherren-Alter, die eigentlich am Saisonende die Schuhe an den Nagel hängen wollten. Saisonende? Was heißt das aktuell überhaupt? Hab’ ich mein letztes Spiel etwa schon gemacht, ohne es gemerkt zu haben? Soll es so zu Ende gehen oder hänge ich vielleicht noch eine Saison dran, um einen würdigen Abschluss einer langen Karriere zu bekommen? Das sind Fragen, die sich auch der 32-jährige Oer-Erkenschwicker Pascal „Calli„ Reissing derzeit stellt. 

13 Jahre bei den Senioren von GWE

„Eigentlich wird es für mich langsam einfach Zeit, den jungen Spielern, die jetzt nachkommen, Platz zu machen“, sagt der Polizeibeamte. „So war es auch, als ich damals aus der Jugend in die Senioren gewechselt bin.“ Nach gut 13 Jahren in den Senioren von GW Erkenschwick will Mittelfeldregisseur Pascal Reissing nach dieser Spielzeit einen Schlussstrich ziehen. „Im Juli kommt das erste Kind. Dazu haben wir uns ein Haus gekauft. Da gibt es langsam andere Prioritäten“, so der inzwischen 32-Jährige, der eigentlich nie für einen anderen Verein gespielt hat als für die „Frösche“ vom Nußbaumweg, wie sich die Kicker von Grün-Weiß gerne selbst nennen.

Kurzer Abstecher zum SV Titania 

Den kurzen Abstecher zu Lokalrivale SV Titania vor gut zehn Jahren, als er für ein halbes Jahr das grün-weiße gegen das blau-weiße Trikot des Ortsrivalen tauschte, würde er heute gerne unter den Tisch kehren. „Das habe ich damals nur für meinen Vater Norbert getan, der in den Altherren bei Titania gespielt hat und mich scheinbar unbedingt mal in Blau und Weiß sehen wollte“, beschreibt der Schalke-Fan sein Intermezzo. „Calli“, wie er schon seit der Mini-Kicker-Zeit genannt wird, wechselte 2006 in den Seniorenbereich. 

In der Bezirksliga unter Michael Blum

Damals spielte GWE noch in der Bezirksliga unter dem heutigen Sportlichen Leiter Michael Blum. Insbesondere an diese Zeit erinnert er sich noch gerne zurück. „Da kamen wir alle aus der Jugend und dazu gab es noch richtig geile Pöhler wie Florian Tritter oder Berni Schneider im Team. Wir waren ein richtig eingeschworener Haufen“, sagt der Polizeibeamte. Mit „wir alle“ meint er Spieler wie Patrick Wienstein, Christian Kevering oder Marvin Peterlin, die jahrelang mit ihm bei den „Fröschen“ auf Punktejagd gingen. „Mit den Leuten auf dem Platz zu stehen, das wird mir nach meiner Zeit als Fußballer am meisten fehlen“, gibt er zu.

Pokalspiel gegen die Spvgg. war das Highlight

Als absolutes Highlight empfindet er, trotz des unrühmlichen Endes, die im Elfmeterschießen abgebrochene Pokalpartie gegen die Spvgg. Erkenschwick im Herbst vergangenen Jahres. „Die Kulisse mit den knapp 500 Zuschauern und auch unsere Leistung waren in der Nachbetrachtung richtig geil. Das war etwas ganz Besonderes – nicht nur für mich.“ Falls diese Saison im Zuge der Corona-Pandemie vorzeitig beendet werden würde, dann hätte „Calli“ Reissing sein letztes Seniorenspiel bereits hinter sich. 

Letztes Spiel mit 0:5 verloren  

Es war die 0:5-Heimpleite gegen SuS Concordia Flaesheim im Februar. „Den Abschied würde ich mir schon anders vorstellen. Einen ordentlichen Ausstand wird es natürlich geben. Wichtiger ist aber, dass im Moment alle gesund bleiben.“ Und ein Hintertürchen lässt er sich zum Schluss noch offen. „Falls wirklich Not am Mann sein sollte, bin ich ja nicht aus der Welt.“

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