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Nach der Niederlage in Leusberg sind Dennis Mönche und GWE Vorletzter.

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Des einen Leid ist des anderen Freud

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OER-ERKENSCHWICK - Wenn die Saison jetzt zu Ende wäre, müsste GWE I absteigen und dadurch dürfte GWE III aufsteigen. Da werden Erinnerungen wach.

Nach der 1:2-Niederlage beim FC Leusberg ist GW Erkenschwick I am Sonntag in der Kreisliga A2 erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, weil zeitgleich Aufsteiger SV Herta Recklinghausen bei SuS Concordia Flaesheim 5:2 siegte und so an der Truppe von Thomas Synowczik und Oliver Gallert vorbeizog. Die „Dritte“ erledigte ihre Aufgabe in der Kreisliga B3 bei Genclik Spor Recklinghausen II mit 4:1 derweil souverän und übernahm die Tabellenspitze, weil sich die Verfolger SW Röllinghausen II und SuS Bertlich 2:2 trennten. Zugegebenermaßen ist die Saison noch lang, aber zwei Spieltage vor dem Ende der Hinserie ergibt sich für die „Frösche“ eine kuriose Situation. Neu ist diese allerdings nicht. In der Saison 2010/2011 gab es schon einmal ein vergleichbares Szenario. Auch da kämpfte die erste Mannschaft in der Kreisliga A unter dem damaligen Trainer Frank Honnerlage bis zuletzt um den Klassenerhalt, lag am Ende nur ganz knapp über dem Strich. Und der „Dritten“ – Trainer war erst Detlev Bielawny, später Seyfullah Kalayci – fehlte am Ende ein einziger Punkt, um in die Kreisliga A aufzusteigen. Doch was passiert, wenn ein solcher Fall tatsächlich eintritt? Das ist in den Durchführungsbestimmungen klar geregelt. Grundsätzlich darf seit dieser Saison im Kreis Recklinghausen nur eine Mannschaft eines Vereins in der Kreisliga A spielen. Streng genommen müsste die dritte Mannschaft von GWE also auf einen Abstieg der eigenen ersten Mannschaft hoffen, um überhaupt ein Aufstiegsrecht zu haben. Tritt der Fall ein, wird die „Dritte“ als klassenhöchste automatisch zur ersten Mannschaft, wäre demnach auch startberechtigt für den Kreispokal-Wettbewerb oder die Stadtmeisterschaft. Schafft GWE I aber den Klassenerhalt, müsste GWE III in der Kreisliga B verbleiben, auch wenn das Team von Peter Gatberg und Patrick Korat die Saison auf Platz eins beenden würde. Doch gibt es im Verein tatsächlich Leute, die daher ernsthaft auf einen Abstieg der „Ersten“ spekulieren? Patrick Korat gehört definitiv nicht dazu: „Allen in der Dritten war vor der Saison klar, worauf sie sich einlassen und dass wir nicht aufsteigen können. Das war auch niemals unser Ziel. Außerdem gehe ich davon aus, dass unsere Erste nicht absteigt und hoffe auch, dass die Zweite drinbleibt. Sollten wir am Ende tatsächlich Meister werden und nicht aufsteigen können, wäre das trotzdem eine fantastische Sache und wir würden dann auch ganz sicher das eine oder andere Bierchen darauf trinken.“

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