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Der aktuelle Vorstand des SV Rot-Weiß Erkenschwick plant die Feierlichkeiten für die Party zum 50. Vereinsjubiläum. 

Fußball

50 Jahre Rot-Weiß Erkenschwick: Im Eichenhof fing alles an 

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Der SV Rot-Weiß Erkenschwick hofft darauf, am 27. Juni seinen 50. Geburtstag feiern zu dürfen. Seinen Namen hat der Klub übrigens Rot-Weiss Essen zu verdanken.

  • Rot-Weiß Erkenschwick wurde 1950 zum ersten und 1970 zum zweiten Mal gegründet. 
  • Am 27. Juni soll der Geburtstag gefeiert, wenn es die Lage erlaubt.
  • Arthur Ebker war zwölf Jahre erster Vorsitzender und ist seit 38 Jahren Ehrenvorsitzender.   

Die große Party muss wegen der aktuellen Lage warten. Sie ist ohnehin erst für den 27. Juni geplant. Aber sie wird stattfinden – so viel ist mal sicher. Die Mitglieder des Sportvereins Rot-Weiß Erkenschwick, der in diesen Tagen 50 Jahre alt wird, sind schließlich bekannt für ein hohes Maß an Geselligkeit. Das weiß auch Arthur Ebker, der vor 50 Jahren bei der Zweitgründung Vorsitzender des Vereins war, das auch zwölf Jahre blieb und der heute schon seit 38 Jahren dessen Ehrenvorsitzender ist. 

"Freude, Freunde, Lebensqualität"

„Die Jahre mit RWE haben mir Freude, Freunde und auch ein Stück Lebensqualität gebracht“, sagt der 85-Jährige, der nach der Zweitgründung des Vereins eher zufällig zum Vorsitzenden wurde. Das war am 24. Juni 1970. SPD-Politiker Ebker sprach damals als Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Jugend und Sport im Stadtrat ein Grußwort in der ersten Versammlung des Vereins nach der Neugründung. „Und plötzlich war ich Vorsitzender“, erinnert er sich. Der mittlerweile verstorbene Albert Diedenhofen – Förderer, Mann der ersten Stunde und später Ehrenmitglied – hatte Ebker quasi überrumpelt.

1927 gab es die DJK Speckhorn

Doch Arthur Ebker hat es bis heute nie bereut, dass er den Posten übernommen hat. Die Geschichte des SV Rot-Weiß Erkenschwick begann indes schon viel früher. Auf dem heutigen RWE-Sportplatz am Mühlenweg wurde schon vor mehr als 90 Jahren Fußball gespielt. Die 1927 gegründete DJK Speckhorn wurde aber 1933 von den Nazis aufgelöst. Die Erstgründung des SV Speckhorn hat man dann wohl Hermann Honermann zu verdanken, nach dem die Siedlung später auch offiziell in „Honermannsiedlung“ umbenannt wurde. Honermann war der ursprüngliche Besitzer der meisten Grundstücke in der schmucken Gegend im Drei-Städte-Eck. 

Eichenhof war Dorf-Mittelpunkt

Mit der Errichtung der Gaststätte „Eichenhof“ schaffte er einen Dorf-Mittelpunkt, wo sich am Tresen 1949 eine Kneipen-Fußballmannschaft gründete, aus der nur ein Jahr später am 7. März 1950 der SV Speckhorn entstehen sollte. Die Fußballbegeisterung hielt damals nicht lang an. „Die Sache verlief im Sande“, erinnert sich Arthur Ebker heute. Das sah am 16. März 1970 bei der Zweitgründung schon anders aus. Mit dem Namen SV Speckhorn waren die Mitglieder zu der Zeit aber nicht mehr glücklich, gehörten sie doch zu Oer-Erkenschwick und nicht zu Speckhorn. 

Namensänderung 1973

Drei Jahre später stimmten die Mitglieder bei einer Versammlung für die Namensänderung. Es war Albert Diedenhofen, dessen Fußballherz für den Traditionsklub Rot-Weiss Essen schlug, der den Vorschlag machte. 1977 wurde dann das Klubhaus mit Umkleide und Duschräumen eröffnet. Weitere Umbaumaßnahmen folgten. 2001 entstand als „Anbau“ zum Klubhaus das Dorfgemeinschaftshaus. 2010 erhielten die Rot-Weißen einen Kunstrasenplatz. Heute hat der Verein knapp 300 passive und aktive Mitglieder. Acht Mannschaften nehmen aktuell am Spielbetrieb teil. Die erste Mannschaft spielt in der Kreisliga A2.

In der vergangenen Saison war RW Erkenschwick als Meister der Kreisliga B4 in die Kreisliga A aufgestiegen. 

Eine wichtige Rolle im Verein spielen auch die Alten Herren. Dort bahnen sich personelle Veränderungen an. 

Aktuell hofft auch RW Erkenschwick auf einen Erfolg der Aktion "Schwicker für Schwicker"

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