+
Gut gemacht! Julian Panchyrz (r.) beglückwünscht hier Doppeltorschütze Rudolph Behrenswerth.

Fussball

Karneval am Mühlenweg

  • schließen

Julian Panchyrz machte sich Sorgen: „Ob ich mit dem Fuß noch tanzen kann?“ RWE musste im Derby gegen den FC einstecken.

Ein paar Blessuren hatten einige RWE-Spieler nach 90 intensiven Derbyminuten gegen den FC 26 tatsächlich zu beklagen. Ergebnistechnisch hielt sich der Tabellenführer beim 5:1 (4:1) gegen die Rapener aber schadlos. Panchyrz hatte einen dicken Bluterguss auf dem linken Fuß. Die Fahrt nach Köln mit den beiden Kumpels Torsten Stondzik und Florian Pagels ließ sich der lange Offensivmann aber nicht entgehen. Schließlich war am Sonntag der „Elfte im Elften“ und in Köln wird der Start in die Karnevalszeit intensiv gefeiert.

Feiern durften am Mühlenweg zunächst aber die Gäste. Fünf Minuten war das Derby gerade alt, da schlug Burak Umar eine hohe Flanke vors RWE-Tor, Nico Wieke legte ab auf Joel Göttken und der traf gleich mit dem ersten Torschuss zum 0:1. Lange hielt die Führung nicht. Nur zwei Zeigerumdrehungen später glich Florian Pagels nach herrlicher Vorarbeit von Rudolf Behrenswerth zum 1:1 aus. Letztgenannter verdiente sich danach den Titel „Man of the Match“. Hatte er den ersten Treffer noch vorbereitet, besorgte er die nächsten beiden gleich selbst und führte die nun mehr und mehr überlegenen Hausherren mit dem Doppelpack auf die Siegerstraße. Beide Treffer fielen nach ruhenden Bällen.

In der 13. Minute zirkelte Stondzik den Freistoß nach Foul an Tayfun Kocak von der linken Außenlinie an die Latte. Behrenswerth versenkte den Abpraller. Neun Minuten später gab’s Freistoß auf der anderen Seite. Wieder war es Stondzik, der das Leder auf den zweiten Pfosten flankte, wo Behrenswerth nahezu unbedrängt einköpfte (22.).

Beide Freistoßentscheidungen, die zu den Gegentoren führten, empfand FC-Coach Andreas Klemm als fragwürdig. „Ich glaube, dass man die nicht geben muss“, sagte der Trainer nach Spielschluss. Pagels ließ dann nach knapp einer halben Stunde mit dem 4:1 die Vorentscheidung folgen (29.). Stondzik hatte sich als Vorbereiter den Scorerpunkt verdient. Kurz vor der Pause hätte Umar es noch einmal spannender machen können, scheiterte aber am glänzend reagierenden Mark Horst im RWE-Kasten (39.).

Nach dem Wechsel ging der FC dann etwas robuster in die Zweikämpfe. „Da hat meine Mannschaft den Kampf angenommen. Die zweite Halbzeit war gut“, meinte Klemm später. Umar hatte kurz nach Wiederbeginn die nächste Großchance für den FC. Wieder lenkte Horst den Ball artistisch über den Querbalken (51.).

Und dann bewies RWE-Coach Andreas Albersmann ein glückliches Händchen, brachte nach knapp einer Stunde Fabian Weisser ins Spiel. Und der profitierte gleich bei seiner ersten Aktion von einem Fehler von FC-Schlussmann Dennis Nöllecke, der den Ball fallen ließ. Weisser schnappte sich die Kugel und schoss zum 5:1-Endstand ein (66.).

Kurz zuvor hatte der FC noch Glück gehabt, dass Schiri Alfred Raschen (Herten) ein klares Foul von Wieke im eigenen Strafraum an Behrenswerth nicht ahndete (52.). Der RWE-Spieler verletzte sich dabei an der Schulter und musste kurz darauf ausgewechselt werden. In der Schlussphase hatte Cihan Gümüs mit einem Distanzschuss an den Außenpfosten zudem Pech (72.).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Straßensperrung sorgt für lange Staus und jede Menge Autofahrer-Frust
Straßensperrung sorgt für lange Staus und jede Menge Autofahrer-Frust
Schwerer Unfall am Morgen: Auto prallt gegen Baum am Leveringhäuser Teich
Schwerer Unfall am Morgen: Auto prallt gegen Baum am Leveringhäuser Teich
Abendlicher Unfall auf der Autobahn 43 bei Marl-Sinsen - das ist passiert
Abendlicher Unfall auf der Autobahn 43 bei Marl-Sinsen - das ist passiert
Training, Beruf, Hobbys: So tickt "Bachelor in Paradise"-Teilnehmerin Carina Spack privat
Training, Beruf, Hobbys: So tickt "Bachelor in Paradise"-Teilnehmerin Carina Spack privat
Vereins-Ausschluss – so reagiert der SV Herta 23 auf die Forderung von Westfalia Vinnum
Vereins-Ausschluss – so reagiert der SV Herta 23 auf die Forderung von Westfalia Vinnum

Kommentare