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Matthias Bernemann klärt hier vor den beiden Horneburgern Marvin Peterlin und Ilter Kirici.

Fussball

4:2 nach 1:2 – tolle Moral wird noch belohnt

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OER-ERKENSCHWICK - FC 26 besiegt im Verfolgerduell den SV Horneburg.

Als Horneburgs Trainer Rüdiger Bona in der Halbzeitpause den Sportplatz am Steinrapener Weg verließ, um sich auf den Weg zu einer beruflichen Fortbildung in Fulda zu machen, da führte seine Mannschaft, der SV Horneburg, im Verfolgerduell beim Tabellendritten FC 26 Erkenschwick noch völlig verdient mit 2:1. Nach einer enormen Leistungssteigerung der Klemm-Elf nach dem Wechsel und einem ebenso gewaltigen Leistungseinbruch der Horneburger hieß es nach 90 spannenden Minuten dann aber 4:2 für die Gastgeber.

„Wir haben in der Halbzeit unser System umgestellt und sind vorne viel früher draufgegangen. Die erste Hälfte war schlecht, die zweite dafür umso besser“, meinte FC-Trainer Andreas Klemm nach Spielende. „Der Sieg für den FC war verdient“, meinte Sven Moll, der Bona in den zweiten 45 Minuten an der Seitenlinie vertrat. „Wir mussten verletzungsbedingt hinten umstellen“, suchte Moll nach einer Begründung. „Wir hätten aber in der ersten Halbzeit schon den Sack zumachen müssen.“

Tatsächlich waren die Dattelner in Durchgang eins klar tonangebend. Zunächst hatte Nico Wieke die Gastgeber nach acht Minuten in Führung geschossen. Ein Befreiungsschlag von SVH-Torwart Jens Brinkbäumer, der aus seinem Kasten geeilt war, landete beim FC-Kapitän, der aus 30 Metern ins leere Tor traf. Dann übernahm der SVH das Kommando, hatte Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Doch FC-Keeper Dennis Nöllecke hielt prächtig – auch den Distanzschuss von Guse in der 24. Minute. Den Ball ließ er aber nach vorne abprallen. Den Nachschuss setzte Marvin Peterlin an den Pfosten. Beim Schussversuch von Ilter Kirici rettete Philipp Owczarzak für seinen geschlagenen Torwart knapp vor der Linie (36.). Guse hatte nach 39 Minuten Pech, als sein Schuss aus der Drehung nur die Torlatte streifte. „Wir hätten uns nicht beklagen dürfen, wenn es zur Pause 1:3 oder 1:4 steht“, meinte FC-Coach Klemm. Mit einem Doppelpack sorgte der starke Guse aber doch noch für die Gästeführung. Nach Ecke von Dennis Moll köpfte der Torjäger den Ball zunächst unbedrängt zum 1:1 ein (41.). Beim 1:2 stand Guse nach einem weiten Diagonalball wohl knapp im Abseits (43.). Der Treffer zählte dennoch.

Nach dem Wechsel kippte das Spiel komplett. Ab der 60. Minute hatte die Klemm-Truppe Ball und Gegner im Griff. Jetzt ließ aber der FC zunächst eine Fülle guter Möglichkeiten aus und musste bis zur 75. Minute auf den verdienten Ausgleich warten. Bei der Flanke von Joel Göttken auf Burak Umar reklamierten die Gäste aber auf Abseits – eine strittige Entscheidung. Umar legte noch einmal quer auf Erwin Luvuvamu Kapela, der den Ball aus kurzer Distanz zum 2:2 über die Linie stolperte. Dann lief Umar fast unbedrängt durch die Horneburger Hälfte, spielte im Strafraum noch einen feinen Doppelpass mit Johannes Hülsken und schoss zum 3:2 ein (81.). Mit einem wuchtigen Freistoß aus 17 Metern zum 4:2 machte Hülsken dann endgültig den Deckel drauf (89.).

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