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Nico Weißfloh ist auf den Platz zurückgekehrt. Sehr erfolgreich: Bei der Stadtmeisterschaft wurde er mit vier Treffern Torschützenkönig.

Fußball

Nico Weißfloh greift wieder an

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OER-ERKENSCHWICK - Zwei Kreuzbandrisse in den vergangenen drei Jahren hat GWE-Stürmer Nico Weißfloh hinter sich, aber jetzt greift er wieder an. Bei der Stadtmeisterschaft war zu sehen: Weißfloh hat natürlich körperlich noch einiges nachzuholen, aber wo das Tor steht, das weiß er noch ziemlich gut. Mit vier Treffern holte er sich bei den Titelkämpfen die Torjägerkrone.

Nachdem der heute 22-Jährige sich bereits in der Saisonvorbereitung 2015 schwer verletzte hatte, erwischte es ihn im Sommer des vergangenen Jahres erneut: Wieder riss das Kreuzband, diesmal im anderen Knie. Weißfloh entschied sich aber auch zum zweiten Mal dazu, zurückzukommen, zunächst Ende vergangener Saison als Aushilfe. „Da habe ich aber gemerkt, das bringt noch nichts“, sagt er.

Den richtigen Einstieg wagte er dann zur Vorbereitung, und die macht ihm bisher mächtig Spaß. „Ich denke, man kann schon sagen, dass diese Vorbereitung anders ist als in den vergangenen Jahren“, sagt Weißfloh, der beobachtet, wie die Mannschaft zusammenfindet.

Dass er dann nur ganz kurz nach dem Neuanfang direkt Torschützenkönig bei der Stadtmeisterschaft wird, war so natürlich nicht zu erwarten. Weißfloh ist bei weitem noch nicht wieder der Alte, aber um fit zu werden gibt‘s ja die Vorbereitung. Und Weißfloh wirkte bei den Titelkämpfen an der Esseler Straße spielfreudig.

Das liegt auch daran, dass die Monate als Zuschauer nicht schön waren. „Es hat in den Füßen gejuckt, aber es ging eben nicht“, sagt Weißfloh. Und die Verletzungen haben natürlich auch ihre Spuren hinterlassen: „Im Spiel gegen die Spvgg. gab es eine Szene, in der ein Gegenspieler am Boden lag, weil er auf dem Ball ausgerutscht ist“, sagt Weißfloh. „Da habe ich schon meine Verletzungen im Hinterkopf und spiele den Ball auf jeden Fall ins Aus, weil das nicht gut aussah, auch wenn es im Endeffekt nicht so schlimm war.“ Weißfloh selbst hat bemerkt, dass er heute manchmal eher wegbleibt von einem Zweikampf, wenn er denkt, der könnte böse ausgehen.

Nico Weißfloh war nicht der einzige Weißfloh, der sich bei der Stadtmeisterschaft freuen durfte, denn Papa Jörg betreute zusammen mit U19-Coach Jörg Tottmann den neuen Titelträger Spvgg. „Toll“, habe er gedacht, als er erfuhr, dass der Vater bei den Schwarz-Roten mit dabei ist, erzählt Nico Weißfloh. „Da stand ich dann doppelt unter Druck“, sagt er mit einem Lachen. Jörg Weißfloh hat seinen Sohn nämlich bei der Spvgg. – damals noch als Torwart – früher trainiert. Man kann aber wohl festhalten: Dem Druck hat Nico Weißfloh standgehalten, auch wenn der Vater mit seiner Mannschaft am Ende den Turniersieg holte.

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