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Die Petition der Spvgg. Erkenschwick findet immer mehr Unterstützer.

Fußball

Petition der Spvgg. Erkenschwick: Westfälischer Verband verzichtet auf Gelder

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  • Kevin Korte
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Die Spvgg. Erkenschwick sendet ihre Forderungen an den Verband. Westfalen kommt seinen Klubs bereits entgegen: Keine Spielabgaben in diesem Frühjahr.

  • Spvgg. Erkenschwick schickt Vereinsbegehren an die Verbände.
  • 25 Klubs aus der Region unterstützen die Petition.
  • Verbände verzichten auf Geld.

Wie angekündigt hat die Spvgg. Erkenschwick an diesem Freitag ihr „Gemeinsames Begehren Westdeutscher Fußballvereine“ an die zuständigen Fußballverbände geschickt.

25 Klubs unterstützen die Petition, die einen Abbruch der laufenden Saison und finanzielle Hilfen fordert. Darunter sind aus dem Kreis der Erkenschwicker Westfalenliga-Rivale TuS 05 Sinsen, die Bezirksligisten SV Vestia Disteln und SG Suderwich oder Kreisligist Titania Erkenschwick.

Westfälischer Verband verzichtet auf Spielabgaben

Ob die Petition, über die in den vergangenen Tagen viel diskutiert wurde, ein Nachdenken bei den Funktionären ausgelöst hat, sei mal dahingestellt. Jedenfalls kündigte am späten Freitagvormittag der Westfälische Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) an, seinen Vereinen entgegenzukommen: Mit Abgaben für den Spielbetrieb wird der Verband sie in diesem Frühjahr nicht belasten. Der FLVW habe beschlossen, so Präsident Gundolf Walaschewski, „die pauschalisierten Spielabgaben für die Rückrunde nicht zu erheben beziehungsweise bereits geleistete Abgaben zurückzuzahlen.“ Wegfallen soll auch der Betrag für Schiedsrichterkosten. Die Ordnungsgelder bei Nicht-Erfüllung des Schiedsrichter-Solls (welche die große Mehrheit der Klubs treffen) werden ausgesetzt.

Anfang der Woche hatte bereits der Fußballkreis Recklinghausen mitgeteilt, im zweiten Quartal (1. April - 30. Juni) auf den Einzug jeglicher Gebühren und Ordnungsgelder zu verzichten.

Die Initiatoren der Petition begrüßen die Entscheidung: „Alle, die uns unterstützen, registrieren das sehr positiv. Ganz klar, da ist uns der Verband bereits entgegengekommen“, sagt Robert Mazurek, 2. Vorsitzender der Spvgg. Erkenschwick. „Auf der anderen Seite: Das, was wir an Maßnahmen vorschlagen, geht darüber hinaus.“

Nicht gegen, sondern mit den Verbänden

Dabei gehe es nicht darum, gegen den Verband mobil zu machen – man wolle gemeinsam etwas für die Vereine erreichen, so Mazurek. Die Erkenschwicker Petition schlägt nicht nur vor, umgehend in eine Diskussion über Hilfsmaßnahmen für die Klubs, auch finanzielle, einzusteigen. Eine weitere Kernforderung lautet: Die laufende Fußballsaison 2019/20 muss sofort abgebrochen werden.

Die Lage der Amateure sei eine ganze andere als die der Profivereine, erläutert Spvgg.-Vorstand Robert Mazurek: „Alle hier handelnden Personen sind sich im Grunde darüber einig, dass es in diesem Frühjahr keinen Spielbetrieb mehr geben kann.“

Es würde den Vereinen helfen, zügig Klarheit zu schaffen. „Damit hätten wir Planungssicherheit auch mit Blick auf die kommende Saison.“ Allerdings: Von einem Abbruch der Saison ist in der Pressemitteilung des FLVW nicht die Rede. Immerhin scheint man auch in Kaiserau nicht mehr daran zu glauben, dass es nach dem 19. April weitergeht. Diesen Termin hatte der Verband vor zwei Wochen genannt. Nun heißt es: „Der Spiel- und Trainingsbetrieb in Westfalen bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt.“ Die Hängepartie im westfälischen Amateurfußball dürfte damit noch weitergehen.

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