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Seit dieser Saison gelten einige neue Regeln im Amateurfußball. Die Kreisliga-A-Kicker von Grün-Weiß Erkenschwick haben eine Szene nachgestellt. Reklamiert die Bank und der Schiedsrichter kann nicht zuordnen, wer ihn möglicherweise beleidigt, erhält der ranghöchste Vertreter, in diesem Fall Trainer Oliver Gallert, die Strafe.

Fußball

Neue Regeln in den Kreisligen - Schiris haben kaum Probleme damit

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Der vierte Auswechselspieler, Strafen für Trainer oder eine andere Auslegung der Handspielregel – zur neuen Saison gab’s Änderungen. Wie kamen die Schiris damit zurecht?

  • Vor der Saison wurden einige Regeln bei den Amateuren geändert. 
  • Bislang sind Vereine und Schiedsrichter damit gut zurechtgekommen. 
  • Schiri-Boss Harald Woller zieht eine insgesamt positive Bilanz nach der ersten Halbzeit.  

Im Profi-Fußball ist es üblich, dass die Regeln auch in der Winterpause immer mal wieder leicht verändert werden. Das führt mitunter zu heftigen Diskussionen. Der umstrittene Platzverweis für Gladbachs Mittelstürmer Alassane Plea beim Spiel in Leipzig Anfang Februar wird sicher auch auf vielen Fußballplätzen im Kreis ein Thema gewesen sein. 

Keine Änderungen in der Restsaison

Befürchten müssen die Kreisliga-Kicker Hinausstellungen wegen einer falschen Handbewegung in der Restsaison aber nicht, wie Harald Woller (77), Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, im Gespräch versichert. „Wird aber ein Schiedsrichter bedroht oder anders angegangen, dann wird das natürlich sehr wohl geahndet“, sagt der Recklinghäuser. 

Zahl der Schiedsrichter steigt auf 204 

Mit den kleineren Regelanpassungen, die seit Sommer 2019 im Kreis eingeführt wurden, sind die aktuell 204 Schiedsrichter im Kreis 27 sehr gut zurechtgekommen. Die Zahl der Verwarnungen oder Innenraumverweise für Trainer oder Betreuer ist dabei leicht gestiegen. „Abschließend geklärt ist noch nicht, welche Auswirkungen solche Strafen für die Trainer haben“, sagt Woller, der aus Sicht der Kreis-Schiedsrichter auf eine durchwachsene Saisonhälfte zurückblickt. 

Vorfälle in Vinnum sind der Tiefpunkt

„Natürlich waren die Vorfälle in Vinnum der absolute Negativ-Höhepunkt. Aber im Vergleich zu anderen Kreisen läuft bei uns alles ruhig“, sagt er. Das sei oft auch ein Verdienst der Schiedsrichter. „Da muss man auch mal beruhigend auf die Spieler einwirken“, sagt Woller. Inflationär Gelbe oder Rote Karte zu verteilen, weil einer den Arm hebt oder Abseits reklamiert, führe im Amateurfußball in die falsche Richtung, weiß der erfahrene Schiedsrichter. 

Profifußball kein gutes Vorbild

Dabei diene der Profifußball in vielen Fällen sogar als schlechtes Beispiel, wie der 77-Jährige sagt. „Viele junge Schiedsrichter gucken sich im Fernsehen an, wie das in der Bundesliga gemacht wird und wollen es dann auch so machen. Das ist aber sicher der falsche Ansatz.“ Bei den Lehrabenden, die monatlich in Recklinghausen und Gemen stattfinden, werden natürlich auch solche Dinge besprochen. 

Schiri werden kann man ab 15

Für Neueinsteiger – ab 15 Jahren, in Ausnahmefällen auch schon ab 14, kann man seine Schiri-Ausbildung beginnen – werden auch wieder Crash-Kurse angeboten. Alle Termine und Infos findet man dazu auf der Homepage des Fußballkreises Recklinghausen.

Gegen den SV Herta verhängte das Kreissportgericht damals harte Strafen.  

So sieht es aktuell bei den A-Kreisligisten in der Staffel 2 aus. 

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