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Matthias Wewers ist Oer-Erkenschwicker und Fan der Spvgg., wohnt und arbeitet aber in Düsseldorf.  

Fußball

"Schwicker für Schwicker": Start der Spendenaktion verläuft vielversprechend  

Von der Spendenaktion „Schwicker für Schwicker“ erhoffen sich alle fünf Oer-Erkenschwicker Fußballklubs ein paar Euro für die Vereinskasse. Jetzt gibt es erste Zahlen.  

  • Der Erlös aus dem Verkauf von so genannten "Geistertickets" soll den Oer-Erkenschwicker Amateurvereinen ein paar Euro in die Vereinskasse spülen. 
  • Seit dieser Woche gibt es die Eintrittskarten zum Preis von 5,70 bis 19,16 Euro für eine virtuelle Solidaritätsstadtmeisterschaft zu kaufen. 
  • Vermutlich drei Wochen soll die Aktion dauern.   

Not macht erfinderisch, heißt es. Und nichts zu tun, ist offenbar auch keine Option für die Amateurfußballer. „Wir haben ja alle weiterhin laufende Kosten“, gibt Andreas Artmann, Vorsitzender von GW Erkenschwick, zu bedenken. Der Fußballkreis will jedoch auf Abgaben der Vereine verzichten.  

"Ohne Zuschauer sind wir nichts"

„Alle Vereine rücken in dieser schweren Zeit zusammen. Man sieht, was für ein Potenzial wir haben, wenn wir etwas zusammen auf die Beine stellen“, lobt Artmann und hofft auf die Nachhaltigkeit der Aktion. „Jetzt merkt man erst, wie wichtig jeder einzelne Zuschauer ist. Ohne diese Leute sind wir kleinen Vereine nichts. Ich hoffe, dass wir das nach der Krise nicht vergessen werden und unsere Zuschauer in Zukunft noch mehr wertschätzen.“ 

Über 2000 Euro schon auf dem Konto

Wie sehr den Fans in Oer-Erkenschwick ihre Vereine am Herzen liegen, lässt sich sehr gut an der Aktion „Schwicker für Schwicker“ bemessen. Über 100 Unterstützer haben in der ersten Woche ihre Geistertickets schon geordert – ob Stehplatz (5,70 Euro), Sitztribüne (9,26 Euro) oder VIP-Ticket (19,16 Euro). Über 2000 Euro sind so schon zusammengekommen. „Wir lassen den Verkauf weiter laufen, vielleicht noch zwei, drei Wochen, eventuell länger“, sagt Mitorganisator Andre Oberlin, der die Aktion federführend ins Leben gerufen hat. „Drei Leute haben sogar schon VIP-Tickets von allen fünf Vereinen geordert und hängen sich die jetzt in den Partykeller“, erzählt Oberlin, der auch Fanbeauftragter der Schwarz-Roten ist.

Auch in Düsseldorf gibt es Unterstützer

Dabei beschränken sich die Unterstützer längst nicht nur auf die Stadtgrenzen Oer-Erkenschwicks. Dass ein Teil der Tickets auch in die Landeshauptstadt Düsseldorf ging, das ist ein Verdienst von Matthias „Macke“ Wewers. Der 46-Jährige, der als IT-Fachmann für die Ärztekammer arbeitet, lebt in Düsseldorf und ist Fan (mit Dauerkarte) der dortigen Fortuna. Mit ein paar Freunden und Nachbarn ist er bei fast jedem Heimspiel des Bundesligisten im Stadion. 

Ein Herz für den Ruhrpott

Seine Heimatstadt Oer-Erkenschwick – und natürlich auch die Amateurfußballer vom Stimberg – liegen ihm aber weiter am Herzen. Und ab und an – mindestens einmal pro Saison – besuchen Matthias Wewers und seine Kumpels aus Düsseldorf ein Spiel der Spvgg. Erkenschwick. „Die sind mittlerweile alle Fans des Ruhrpotts und auch des Vereins geworden“, erzählt Wewers. Und natürlich haben alle auch die Spendenaktion unterstützt und in dieser Woche ihre VIP-Tickets schon geordert.

Eigene Internetseite geschaltet

Wie kommt man also an die Tickets? Die zunächst geplante Bestellung über ein Paypal-Konto entfällt. Die Karten können per E-Mail geordert werden (an: 1916marketing@ gmail. com). 

Wer telefonisch bestellen möchte, wendet sich an André Oberlin (0172 560 84 83). Der Preis für die gewünschte Kartenkategorie ist dann auf ein Konto der Spvgg. Erkenschwick einzuzahlen (DE40 4266 1717 2720 5460 02). Das verwaltet Sven Hoffmann. Aber auch Barzahlung ist möglich. Die Karten werden auf elektronischem Wege übersandt, auf Wunsch auch ausgedruckt und verschickt. Christian Lenner von „Lenner Online Marketing“ hat für die Aktion eine Internetseite gestaltet. Dort findet man alle Infos zum Nachlesen auf  www.oe-kickt.de

Auch interessant:Abbruch beim Pokalspiel Grün-Weiß gegen Spvgg. Erkenschwick. Die Spvgg. Erkenschwick hatte eine Petition gestartet, darüber beriet dieVerbandsspitze in einer Videokonferenz

Die Aktion "Schwicker für Schwicker" soll die Solidarität der Oer-Erkenschwicker Vereine stärken.    

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