Fußball - Sportgericht

Waltrop - Horneburg soll neu angesetzt werden

RECKLINGHAUSEN - Das abgebrochene Kreisliga-B-Spiel zwischen VfB Waltrop und SV Horneburg soll unter Kreisaufsicht wiederholt werden. Beide Klubs müssen eine Geldstrafe zahlen. Das entschied das Kreissportgericht nach mündlicher Verhandlung am Montagabend.

Mehr als zwei Stunden tagte das Kreissportgericht. Das Gremium konnte sich ein ziemlich gutes Bild von den Geschehnissen machen, die sich am 7. Oktober im Hirschkampstadion abspielten. Die Neuansetzung unter Kreisaufsicht war am Ende absehbar.

„Hätten wir das Spiel für beide Seiten als verloren gewertet, hätten wir vielleicht einen weniger Schuldigen getroffen“, so der Sportgerichtsvorsitzende Bruno Ruch. „Dass es zu einer solchen Eskalation kam, resultierte daraus, dass Trainer und Betreuer etwas gemacht haben, was nicht in Ordnung war.“

Da also offenbar aus Sicht des Sportgerichts beide Seiten kräftig mitgemischt hatten, als in der 74. Minute die Fäuste flogen und die Begegnung mehrere Minuten lang unterbrochen war, gab es für beide Klubs eine Geldstrafe in Höhe von je 150 Euro, auch die Prozesskosten gehen zulasten des VfB und Horneburgs.

Die Begegnung war allerdingss erst zu Beginn der Nachspielzeit abgebrochen worden. Schiedsrichter Alim Kiren (SG Suderwich) hatte beiden Vereinen nach den Tumulten zuvor angedroht, dass bei der nächsten Kleinigkeit Schluss sei. Dass er nachher als "Hurensohn" verunglimpft worden war und die Partie endgültig abbrach, glaubte ihm das Sportgericht. Nur der Verursacher der Beleidigung war nicht auszumachen. Der habe auch ein "Zivilist" nahe der Horneburger Bank sein können. Indes: Auch für seine Zuschauer haftet ein Verein, ob heim oder Gast...

Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. Sollten beide Vereine zustimmen, kommt es zur Neuansetzung. Wenn nicht, muss sich die nächste Rechtsinstanz mit dem Spielabbruch befassen.

Das Sportgericht bestätigte zugleich die Sperrstrafen gegen die drei Rotsünder der Partie, die der Schiedsrichter inmitten der Tumulte als Übeltäter ausgemacht hatte: Nedim Caliskan (Horneburg) bleibt wegen einer Tätlichkeit bis 2. Dezember gesperrt, die beiden Waltroper Spieler Dalibor Mikuljanac und Ibrahim Hyseni wegen grober Unsportlichkeit bis 4. November.

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