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Schiedsricher Marcel Benkhoff (Mitte) hatte mit der bisweilen ruppigen Partie zwischenzeitlich seine liebe Mühe.

Fußball - Westfalenliga

In Wiemelhausen brennt der Rasen

BOCHUM/OER-ERKENSCHWICK - Die Spvgg. Erkenschwick unterliegt in der Westfalenliuga Staffel 2 am Sonntag Concordia Wiemelhausen mit 0:2, doch vieles spielt sich abseits des Platzes ab – nur nicht die Pressekonferenz, die fällt aus.

Geredet wurde auf dem Sportplatz an der Glücksburger Straße in Bochum am Sonntag viel und sicher nicht viel positiv. Nur nach dem Westfalenliga-Spiel zwischen Concordia Wiemelhausen und der Spvgg. Erkenschwick blieben die Mikrofone stumm: Erkenschwicks Trainer Ahmet Inal hatte die Teilnahme an der Pressekonferenz verweigert.

Das lag weniger an der 0:2 (0:0)-Niederlage, die der 37-Jährige vorrangig an der mangelhaften eigenen Chancenverwertung festmachte: „Wiemelhausen war bissiger, wir machen aus unseren drei Hundertprozentigen plus Elfmeter kein Tor.“

Grund für die Verweigerung der Pressekonferenz war nach Meinung von Inal, dass Wiemelhausen ein wenig guter Gastgeber war. Das mag aus dem Hinspiel herrühren, wo bereits der verbale Flachpass im Minutentakt gespielt wurde. „Jürgen Heipertz ist so ein erfahrener Mann und steht eigentlich über den Dingen“, so Inal. „Aber mir weder bei der Begrüßung die Hand zu geben noch nach Abpfiff, halte ich für respektlos – egal, was vorher gesprochen wurde.“

Inal selbst versichert: „Ich habe mich bemüht, mich zurückzuhalten.“ Ganz gelungen ist es dem Ex-Profi freilich nicht, der durchaus austeilte. Im Hinspiel, damals noch als Spieler, unter anderem gegen Xhino Kadiu.

Aber was muss sich erst Kadiu selbst fragen lassen? Wiemelhausens Top-Torjäger mag ein begnadeter Fußballer sein, den Mund sollte er besser halten. Kleine Ironie am Rande: Wenigstens der Albaner „begrüßte“ Ahmet Inal vor Anpfiff lautstark – und das mit den wenig charmanten Worten: „Deine ganze Familie werde ich verbrennen.“

Auf sportlichem Terrain brannte mit Anpfiff der Kunstrasen, es entwickelte sich ein bisweilen robustes und nickliges Verbandsliga-Spiel. Entgegen der Meinung von Ahmet Inal machte das Schiedsrichtergespann einen guten Job (verwies unter anderem einen Wiemelhauser Betreuer aus dem Innenraum), kam mit sechs Gelben Karten über die 90 Minuten.

Die spielentscheidende Phase war zwischen der 50. und 78. Minute: Erst brachte der bei einem Eckball sträflich frei gelassene Wiemelhauser Kapitän Christopher Schmidt seinen Farben per Kopfball mit 1:0 in Führung (50.).

Dann verpassten die Gäste mehrfach den Ausgleich: In der 58. Minute scheiterte Hakan Gökdemir mit einem Foulelfmeter (Kenneth Neumann hatte David Sawatzki zu Boden gestoßen) an Benjamin Carpentier (58.), dann rettete Wiemelhausens Torhüter glänzend gegen Bernard Gllogjani (60.) – und den Nachschuss setzte Skandar Soltane aus zwölf Metern an den Pfosten.

Umgehend erhöhte Wiemelhausen per Freistoß durch Kadiu auf 2:0 (61.). Die letzte Chance zum Anschluss war in der 78. Minute zu notieren: Erneut rettete Carpentier stark, diesmal gegen Soltane, und beim Nachschuss von Sascha Drepper aus dem Fünfmeterraum warf sich Luca Sundermann in den Ball und klärte auf der Torlinie.

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