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RWE-Trainer Andreas Albersmann ermahnte seine Spieler mehrfach vergeblich zu mehr Ruhe. Er suchte aber auch das Gespräch mit Zweckels Coach Karl Englich, als die Partie zu entgleisen drohte. Englich hatte aber wohl eine andere Meinung.

Fußball

Zwischen RWE und Zweckel II geht's hoch her

OER-ERKENSCHWICK - RWE-Trainer Andreas Albersmann hatte beim 4:1 (2:0)-Sieg seiner Mannschaft am Sonntag über den SV Zweckel II mehr zu coachen als ihm lieb sein konnte. Er versuchte seine eigene und die gegnerische Mannschaft zu beruhigen, da die Partie aus dem Ruder zu laufen drohte.

Auch wenn die Gäste sich dabei häufig unrühmlich hervortaten – RWE hatte in der ersten Hälfte für den Auslöser gesorgt. Ceyhun Gümüs ging abseits des Geschehens einen Gegenspieler an. Die Zweckeler forderten eine Rote Karte, Schiedsrichter Alim Kiren zog sie aber nicht. Albersmann nahm Gümüs sofort vom Platz, verpasste ihm in der Pause eine Abreibung und ermahnte seine Spieler, die Ruhe zu bewahren.

Die Gladbecker waren bis dahin sportlich hoffnungslos überfordert mit den Rot-Weißen, die immer wieder schnell in die Schnittstellen der Abwehr oder diagonal nach außen spielten. Mehr als die Treffer von Steffen Domhöfer (22.) und Sebastian Fricke (31.) sprang dabei vor der Pause aber nicht heraus, sodass es mit einem für Zweckel äußerst schmeichelhaften 2:0-Zwischenstand für RWE in die Kabinen ging.

Albersmanns Worte aus der Halbzeitpause fielen nur eingeschränkt auf fruchtbaren Boden. Denn ins RWE-Spiel kam ein Bruch, während Zweckel zwar fußballerisch nicht stärker wurde, es dafür mit der Härte häufiger mal übertrieb. Das wiederum erhitzte die Gemüter der rot-weißen Spieler.

Mehrfach gab es Rudelbildungen, und alle weiteren Versuche Albersmanns seine Spieler zu beruhigen schlugen fehl. Auch die gegnerische Mannschaft wollte Albersmann dazu bewegen, sich wieder aufs Fußballspielen zu konzentrieren, sprach auch mit Zweckels Trainer Karl Englich. Aber der war offensichtlich anderer Meinung als der RWE-Coach.

So richtig Ruhe kam so nicht mehr in die Partie. Zunächst verpasste Torsten Stondzik per Elfmeter das 3:0 (52.), nachdem Domhöfer von Torhüter Christian Scheuplein rüde gefoult worden war. Dann geriet Domhöfer mit Marcel Strauch aneinander, der wiederum nach einem Foul an Behrenswerth mit Gelb-Rot vom Feld geschickt wurde (65.). Marcel Melis gelang das 3:0 (71.), dann schickte Schiri Kiren den des Feldes verwiesenen Strauch weg von der Ersatzbank, holte die beiden Spielführer Frederik Tophoven und Kevin Chilla zu sich und redete ihnen ins Gewissen.

Erst danach fand die Partie wieder in normale Bahnen zurück, fußballerisch war die Luft aber raus. Nach einem Foul an Behrenswerth verwandelte Stondzik den Elfer zum 4:0 (80.), Mike Reschke gelang der Gladbecker Ehrentreffer (86.).

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