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Markus „Ente“ Engberding (am Ball) feierte einen glänzenden Einstand beim FC 26 Erkenschwick.

Handball

FC schlägt Tabellenführer Schwerin 29:18

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OER-ERKENSCHWICK - Bezirksliga-Schlusslicht FC 26 gelingt der Befreiungsschlag. Für Spitzenreiter HSG Rauxel-Schwerin gibt’s beim 29:18 nichts zu bestellen.

Er sei der richtige Mann zur rechten Zeit, der für den entscheidenden Impuls gesorgt hat, sagt FC-Coach Jens Körner stolz nach dem Husarenstück seiner Mannschaft gegen die HSG Rauxel-Schwerin. Die Rede ist von Markus Engberding, Spitzname „Ente“, der nach zweijähriger Handball-Pause – der Mittelmann spielte stattdessen Fußball in Seppenrade – ein glänzendes Comeback in der Halle feierte. Engberding verlieh dem Spiel des in der Hinrunde meist glücklosen Körner-Teams eine Struktur, verteilte die Bälle, spielte präzise an den Kreis. In der Defensive zeigte der FC zudem die stärkste Saisonleistung und hatte mit Dustin Chnielewski einen überragenden Keeper zwischen den Pfosten.

Auffällig war wieder auch Torben Wyink, der erst in der zweiten Halbzeit richtig „heiß“ lief, aus allen Rohren feuerte und achtmal traf, bis ihn Trainer Körner unter tosendem Applaus gegen Ende vom Feld nahm. Für ihn kam Florian Mersdorf noch zu ein paar Einsatzminuten. Ansonsten saß der Rückraumspieler auf der Bank. Allein das zeigt, wie stark der FC-Kader jetzt besetzt ist, wenn alle Mann an Bord sind. Auch Tobias Schlechtrimen, ein weiterer Leistungsträger beim FC, fand sich nicht in der Startformation wieder. Für ihn begann Neuzugang Engberding, der in seiner Glanzzeit mit seinem Kumpel Christian Drüppel für den HSC Haltern-Sythen in der Ober- oder Verbandsliga spielte. Dass Engberding noch Potenzial hat, das ist klar. Erst zweimal hatte „Ente“ mit der Mannschaft trainiert. Da können noch nicht alle Spielzüge sitzen. Dennoch entpuppte sich Engberding als echte Verstärkung.

Die Gastgeber hatten zunächst Mühe, ins Spiel zu finden. Der Tabellenführer, der zuvor erst drei Niederlagen auf dem Konto hatte, lag mit 4:2 vorne. Dann brachte FC-Coach Körner Routinier Sebastian Dücker ins Spiel. „Strulli“ machte mit drei Treffern in Folge aus dem 5:6 eine 8:7-Führung. Bis zum 9:9 blieb’s ein offener Schlagabtausch. Dann gelang Engberding mit seinem ersten Tor des Spiels die 10:9-Führung (25.). Mit einem 12:11-Vorsprung verabschiedete sich der FC in die Kabine.

Und aus der kamen die Rapener hoch konzentriert. In der hektischen ersten Hälfte der zweiten Halbzeit behielt der FC kühlen Kopf, zog bis zur 45. Minute entscheidend auf 19:13 (Tor durch Schlechtrimen) davon. Die Sensation war zum Greifen nah und die Körner-Truppe packte zu. Beim Stande von 20:15 waren noch zehn Minuten auf der Uhr. Rauxels Trainer Clausen nahm den Torwart raus und brachte den siebten Feldspieler. Der Schuss ging nach hinten los. Erst Torben Wyink und dann Christian Drüppel trafen mit Würfen quer durch die Halle ins verwaiste Gästetor zum 22:15. Am Ende blieb dem Tabellenführer zumindest der 30. Gegentreffer erspart, die Partie endete mit 29:18. Eine Lektion war es für die HSG aber allemal.

FC 26 (Tore): Chnielewski, Peters – Dücker (3), Kusmierz (3), Drüppel (6), Gulik (1), T. Wyink (8), M. Wyink (2), Flüchter (2), Zirkler, Schlechtrimen (1), Mersdorf (1), Turowski, Engberding (2)

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