Jugendmannschaften in Abstiegsnot

„Besentag“ am Stimberg

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OER-ERKENSCHWICK - Dass die „neuen Besen“ auch am Stimberg sofort gut kehren, das hofft man auch in der Jugendabteilung der Spvgg. Erkenschwick.

Vor vier Wochen trat Oliver Ridder bei den U19-Junioren den Dienst als Trainer an, zwei Wochen später stieg Holger Gehrmann bei der ebenfalls abstiegsbedrohten U17 ein. Ridder hat seine ersten beiden Spiele als neuer Coach bei den A-Junioren schon bestritten. Und der A-Lizenzler, der vor vier Wochen von den Westfalenliga-Senioren des TSV Marl-Hüls zum Stimberg kam, wo er die U19 nach dem Rücktritt von Jörg Tottmann auf dem vorletzten Tabellenplatz übernommen hat, ist noch ungeschlagen. Dem 3:2-Überraschungssieg zum Auftakt beim Tabellenvierten TuS Erndtebrück, folgte ein ebenso beachtliches 3:3 im Derby gegen den VfB Waltrop, immerhin Dritter der Liga. Tabellarisch haben die vier Punkte nicht viel verändert. Die jungen Schwarz-Roten, fast ausschließlich im ersten A-Jugendjahr, liegen noch immer auf dem vorletzten Platz, weil auch die Konkurrenz teils überraschende Punkte einfahren konnte. Dennoch hätten die Erfolgserlebnisse seiner Mannschaft gutgetan, sagt Trainer Oliver Ridder. „Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit“, weiß der Coach. Am Sonntag (11 Uhr, Stadion „Am Hombruchsfeld“) muss gegen den Tabellensechsten FC Brünninghausen – zuletzt dreimal ungeschlagen (zwei Siege) – aber weiter gepunktet werden. Das weiß auch der Trainer.

Und Ridder ist optimistisch, dass seine Mannschaft in den restlichen fünf Spielen die Lücke von fünf Punkten zum rettenden Ufer noch schließen kann. „Es ist ein 50:50-Spiel, in dem wir wieder ein ganz unbequemer Gegner sein werden.“ Der Trainer hat sich und sein Team akribisch auf die Aufgabe vorbereitet, Videomaterial besorgt und das Freitag-Training auf Samstag verlegt wegen des Ligaspiels der ersten Mannschaft gegen Sinsen, das er und seine Spieler sich gemeinsam angeschaut haben. Hordel, Schermbeck, Iserlohn und zum Abschluss ausgerechnet Ridders Ex-Klub TSV Marl-Hüls heißen die Stationen danach. Solche Geschichten schreibt wohl nur der Fußball.

Einen neuen Trainer hat die Spvgg. auch bei den B-Junioren verpflichtet. Wobei Holger Gehrmann, U17-Trainer Nummer fünf in der laufenden Saison (!), kein Unbekannter im Verein ist. Jugendtrainer und später erfolgreicher Coach der Senioren II war der 56-Jährige schon, der in Recklinghausen-Essel an der Stadtgrenze zu Oer-Erkenschwick wohnt.

Und nach zweieinhalb Wochen intensiver Trainingsarbeit mit seiner neuen Mannschaft hat sich Gehrmann ein Bild gemacht von der Leistungsstärke. Ob die Qualität ausreicht, um beim Trainerdebüt ausgerechnet am Sonntag (11 Uhr, Jule-Ludorf-Sportanlage) gegen Tabellenführer TSG Sprockhövel zu bestehen, wird sich zeigen. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt der Trainer. „Der Druck liegt nicht bei uns.“ Personell werde er nicht viel ändern, sagt er. Der eine oder andere Spieler werde sich aber auf einen anderen Position wiederfinden gegen Sprockhövel.

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