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Beide Teams schenkten sich im Derby nichts: Hier grätscht Botrous Talia (l.) gegen Fabian Ortmann.

Kreisliga B 4

FC 26 Erkenschwick unterliegt RW Erkenschwick im Derby 1:2

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OER-ERKENSCHWICK - So lange wollte Torsten Stondzik eigentlich gar nicht spielen. Weil Schiri Joseph Oghenekevwe Rerri das Derby zwischen FC und RWE aber erst nach 100 Minuten abpfiff, wurden es ein paar Ballkontakte mehr.

Stondzik machte wieder einmal den Unterschied. In der 77. Minute erst eingewechselt, erzielte er fünf Zeigerumdrehungen später mit seinem 41. Saisontreffer das 2:1 (1:1)-Siegtor für sein Team. Weil Schiedsrichter Rerri aber offenbar Gefallen an dem munteren Spielchen im Nieselregen gefunden hatte und gleich zehn (!) Minuten draufpackte, wurde aus der geplanten Kurzarbeit – Stondzik kam leicht verkatert erst eine halbe Stunde später nach Rapen – ein echtes Stück Maloche. Das galt übrigens auch für den Rest der rot-weißen Meistertruppe, die sich einem hoch motivierten Gegner gegenübersah.

„Wir haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, hätten mit einer Führung in die Pause gehen können, ohne dass sich die Rot-Weißen darüber hätten beschweren dürfen“, meinte FC-Coach Andreas Klemm nachher. Sein Gegenüber Andreas Albersmann beließ es bei der Nachbetrachtung nach Spielschluss bei einem „Hauptsache nicht verloren“.

RWE bleibt einziges Team ohne Niederlage

Rot-Weiß ist bis dato das einzige Seniorenteam im gesamten Fußballkreis Recklinghausen ohne Niederlage. Auch am nächsten Sonntag, wenn die Saison gegen Hillerheide am Mühlenweg beendet wird, soll das so bleiben. Dann werden Stondzik, Frank Adamski und auch Florian Pagels verabschiedet. Die beiden Letztgenannten waren am Sonntag gar nicht erst nach Rapen gefahren. Viel hatten sie nicht verpasst. Zwei Distanzschüsse von Domhöfer (5.) und Kocak (7.) waren die Aufreger in der Anfangsphase. Auf der anderen Seite hatte Joel Göttken zwei dicke Dinger (30./36.). Nach Foul von Matthias Bernemann an Sebastian Fricke im Strafraum scheiterte Marcel Melis vom Elfmeterpunkt an Torwart Dennis Nöllecke, schob den Nachschuss aber zum 0:1 ins Netz (38.). Göttken glich zwei Minuten später aus. Eine Flanke von Botrous Talia köpfte RWE-Verteidiger Steffen Domhöfer ans Lattenkreuz des eigenen Tores. Göttken staubte den Abpraller zum 1:1-Pausenstand ab. Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel im Sommerregen lange vor sich hin.

Erst in der Schlussphase wurd’s wieder intensiver. Niclas Klemm hatte Glück, dass er nach hartem Einsteigen gegen Fricke nur Gelb sah (65.). So viel Glück hatte der bereits verwarnte Emre Odabas später auf der anderen Seite nicht. Nach wiederholtem Foul gegen Talia war die Saison mit Gelb-Rot für den RWE-Verteidiger vorzeitig beendet (80.). Kurz zuvor war Kurzarbeiter Stondzik eingewechselt worden. Und er war es, der den Ball nach Vorarbeit von Laurin Grüneberg mit seinem schwächeren linken Fuß in Unterzahl zum 1:2-Siegtreffer in die Maschen jagte (82.). Danach hatte der FC noch ein paar gute Gelegenheiten. Die beste davon machte Schlussmann Mark Horst in der neunten Minute der Nachspielzeit zunichte, als er den Schuss von Göttken stark mit dem Fuß parierte.

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