+
Marc Thiesmeier (l.) bringt hier vor Robin Kapteina den Ball vor das Hülser Tor.

Krombacher-Kreispokal

RWE unterliegt VfB Hüls unglücklich mit 3:4

  • schließen

OER-ERKENSCHWICK - Torsten Stondzik hatte es im Vorfeld schon angekündigt: Leicht werde es sein Ex-Klub VfB Hüls im Pokal gegen B-Ligist RW Erkenschwick am Mühlenweg nicht haben. Wie recht „Toto“ doch hatte.

Im Duell zwischen dem Vizemeister der Kreisliga B4 und dem Landesliga-Neuling vom Badeweiher hatten wohl die meisten mit einer klaren Angelegenheit für den Favoriten gerechnet. Torsten Stondzik, zwischen 2006 und 2012 in der NRW- und Oberliga Taktgeber beim VfB und heute der Kopf der Kicker vom Mühlenweg, gehörte nicht dazu. Und tatsächlich war beim 3:4 (1:2) in 90 packenden Pokal-Minuten kein Klassenunterschied zu erkennen. Weil die Gastgeber ein bärenstarkes Spiel machten und weil die Hülser irgendwie überrascht wirkten, ob der Gegenwehr des Underdogs. So macht Pokal Spaß.

Nach einem ersten Warnschuss von Sven Hagemeister, den RWE-Keeper Ajoscha Waaga parierte (1.), übernahmen die Gastgeber das Kommando. Sebastian Frickes Schuss nach Zuspiel von Stondzik wurde geblockt (9.). Florian Pagels schoss mit Rücklage knapp übers Tor (12.). Die beste Chance bis dahin hatte wieder Fricke, der nach Pagels-Pass knapp verzog (19.). Dann fand ein abgefälschter Schuss von Okan Solak über den Innenpfosten den Weg zum 0:1 ins Netz (24.).

Stondzik schaffte mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern aber den verdienten 1:1-Ausgleich (39.). Kurz darauf hatte Fricke nach einem Sprint über den halben Platz die Führung für RWE auf dem Fuß, doch der Ball versprang ihm (42.). Im Gegenzug besorgte wieder Solak per Freistoß aus 19 Metern den 1:2-Pausenstand (43.).

Als Fricke dem schwachen David Gajda den Ball abluchste und Pagels bediente, ließ der Goalgetter sich die Chance zum 2:2 nicht nehmen (53.). Auch auf die erneute Führung für den VfB – nach Ecke traf der lange Sebastian Hagemeister per Kopf (61.) – hatten die Rot-Weißen eine Antwort. Fricke glich nur vier Minuten später mit einem Flachschuss aus 17 Metern zum 3:3 aus (65.). Dann hatte Schiedsrichter Marvin Wessels (Recklinghausen) offenbar ein Herz für die Hülser, zeigte nach einem fairen Zweikampf im RWE-Strafraum, auch zur Verwunderung der Gäste, auf den Elfmeterpunkt, nachdem Solak beim Schussversuch ins Straucheln kam. Sven Hagemeister ließ sich das Geschenk nicht entgehen und verwandelte zum 3:4 (69.)

Kurz darauf wurd’s noch einmal hektisch. RWE-Spieler Emre Odabas sah nach Foul an Sven Hagemeister die Rote Karte (82.). Die anschließende Rudelbildung löste sich schnell wieder auf. Mit einem Mann mehr auf dem Feld schaukelte der VfB den Sieg nach Hause. Leicht hatten es die Rot-Weißen den Hülsern wahrlich nicht gemacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Anzeige gegen Bischof Genn - das ist der Grund
Anzeige gegen Bischof Genn - das ist der Grund
Trubel in allen Gassen - Parkchaos in Oer-Erkenschwick befürchtet
Trubel in allen Gassen - Parkchaos in Oer-Erkenschwick befürchtet
Marl früher und heute – jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen des Adventskalenders
Marl früher und heute – jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen des Adventskalenders
Bachelor in Paradise: Carina Spack steht erst nach 15 Uhr auf - der Grund überrascht
Bachelor in Paradise: Carina Spack steht erst nach 15 Uhr auf - der Grund überrascht
Weiße Pracht vor dem Rathaus Herten: So lief die  Eröffnung der "Winterwelt"
Weiße Pracht vor dem Rathaus Herten: So lief die  Eröffnung der "Winterwelt"

Kommentare