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Hoffen auf eine bessere Zukunft bei der Spvgg: (v.l.) Olaf May, Oliver Ridder und Hermann Silvers.

Misere in der Jugendabteilung

Oliver Ridder bleibt bei der Spvgg. und plant den U19-Kader

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OER-ERKENSCHWICK - Die Berichterstattung über die sportliche Misere der Jugendabteilung der Spvgg. Erkenschwick, die nach den bereits feststehenden Abstiegen der U19- und U13-Junioren nun auch noch den Abstieg der U17 befürchten muss, hat für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Sehr zur Verwunderung von U19-Trainer Oliver Ridder, der zu einigen Gerüchten Stellung bezieht.

So glaubt ein User, dass in erster Linie der ehemalige Vorsitzende Hermann Silvers Schuld sei am Niedergang. „Hermann Silvers musste ja unbedingt nach seinem Rücktritt als erster Vorsitzender dann auch Jugendleiter werden, als einfach endlich aufzuhören. Nun bricht alles auseinander. Er zerstört den Verein und niemand verhindert es“, kommentiert er. Und weiter: „Der Verein schafft sich gerade selbst ab und die Lichtgestalt Hermann Silvers ist bei allem der gemeinsame Nenner.“

"Herr Silvers hätte eingreifen müssen"

Ein weiterer Nutzer kommentiert mit leichter Ironie: „Andere sind natürlich dafür verantwortlich, dass es bergab geht! Herr Silvers war doch Vorsitzender dieses Vorzeigevereins und hätte da eingreifen können.“ Auch der erst vor kurzem nach dem Rücktritt von Jörg Tottmann verpflichtete neue U19-Trainer Oliver Ridder wird im Netz zum Thema der Diskussionen. Einige sind sich sicher, dass der A-Lizenzinhaber aus Waltrop schon längst einen neuen Verein für die kommende Saison gefunden habe.

So schreibt ein User: „Dass Herr Ridder nicht bleiben wird, ist doch naheliegend. Bei der Spvgg. nimmt man jeden. Der U17-Trainer hatte diese Saison vorher auch schon zwei Vereine.“ Ein anderer vermutet: „Er (gemeint ist hier Oliver Ridder/Anm.d.R) scheint einen neuen Rekord anzupeilen. Aber ich glaube nicht, dass ein Klub, der ein wenig auf sich hält, diesen Wandervogel verpflichtet.“

Ridder: "Ich bin keinesfalls ein Wandervogel"

Oliver Ridder selbst bestreitet die Gerüchte über seinen bevorstehenden Abschied von der Spvgg. zum Saisonende vehement. „Leute, die mich kennen, wissen, dass ich keineswegs ein Wandervogel bin“, sagt Ridder dazu. „Ich bin jetzt seit acht Jahren Trainer und die Spvgg. ist mein dritter Verein. Die Seniorenmannschaft des TSV Marl-Hüls, wo ich vorher war, gibt es bekanntlich nicht mehr.“ Dass er zur nächsten Saison zu einem anderen Verein wechseln würde, sei „völliger Unfug“, wie er sagt. „Es ist schon merkwürdig, dass es im Internet Leute gibt, die sich hinter einem Pseudonym verstecken, und die anscheinend mehr über mich wissen als meine eigene Mutter. Haben die nichts Besseres zu tun? Irgendwie macht es mich sogar etwas stolz, dass sie sich so mit mir beschäftigen. Da kann ja dann nicht alles so schlecht sein.“

Zu den angeblichen Wechselabsichten sagt der 38-Jährige auch: „Zunächst einmal habe ich bei der Spvgg. einen Vertrag. Aktuell planen Holger Gehrmann bei der U17 und ich bei der U19 den Kader für die nächste Saison. Auch wenn es in den letzten Jahren nicht gut gelaufen ist in der Jugend, bleibt die Spvgg. der einzige Verein, wo man im Kreis Recklinghausen nach seiner Jugendzeit höherklassig auch als Senior spielen kann. Und dass das so ist, ist ganz sicher auch ein Verdienst von Hermann Silvers. Die Fehler in der Jugend haben in erster Linie andere gemacht, die heute nicht mehr im Verein sind.“

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