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Nach dem 10:10 in Bocholt

Später Ausgleich ärgert Trainer Daniel Gohrke

  • vonOlaf Nehls
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BOCHOLT - Das Auswärtsspiel der WSG Vest bei Oberliga-Mitaufsteiger WSV Bocholt war nichts für schwache Nerven. Am Ende wurd’s dramatisch.

Das ganze Spiel über hatte die Spielgemeinschaft aus TuW Recklinghausen-Süd und SV Neptun Erkenschwick in Bocholt in Führung gelegen. Bis zwei Sekunden vor dem Abpfiff lag die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Gohrke und Andreas Knillmann mit 10:9 vorne. Dann versenkte Martin Rademacher den Ball mit dem letzten Wurf des Spiels zum 10:10 (5:6) im Netz. Es war ein Treffer, der so nie hätte fallen dürfen, meinte Gohrke nach der hektischen Schlussphase.

Die Schiedsrichter hätten großen Anteil daran, dass die WSG Vest das Becken nicht als Sieger verlassen durfte. „In den letzten zwei Minuten haben wir bei jedem unserer Angriffe eine Hinausstellung kassiert, waren also immer in Unterzahl“, sagt Gohrke, der kurz vor dem Ausgleich selbst aus dem Becken musste. Zudem hatte man es am Wettkampftisch bei Gohrkes fragwürdiger Hinausstellung versäumt, die Uhr weiterlaufen zu lassen. So wurden den Gastgebern fünf oder mehr Sekunden geschenkt, die sie dann noch zum letzten Angriff nutzen konnten. „Eigentlich war die Zeit vorher abgelaufen“, sagt Gohrke.

Unterm Strich gehe das Unentschieden aber in Ordnung. „Bocholt war uns physisch überlegen“, gesteht der Spielertrainer ein. Was aber auch daran gelegen hatte, dass mit Alex Strauss, Noel Pagel, Kevin Leismann und Bastian Sondermeier eine ganze Reihe wichtiger Spieler ausfielen. Thomas Schenk ging zudem stark grippegeschwächt in die Begegnung.

Nach ganz starkem Beginn und einer schnellen 3:0-Führung (zweimal Gohrke, einmal Philipp Jendreiko) sah es zu Beginn danach aus, als ob die WSG Vest den Gegner überrennen würde. „Dann haben uns zwei, drei Fehler aber einen klareren Vorsprung gekostet“, sagt Gohrke. Die ersten acht Minuten endeten mit einem 4:3 für die Gäste, die zweiten 2:2.

Dann zog die WSG im dritten Abschnitt nach den Treffern von Udo Greine und Fabian Jäger sogar zwischenzeitlich auf 8:5 davon, ehe Bocholt im Schlussviertel mit Schiri-Hife unerwartet doch noch zurückschlug.

WSG Vest: Trieba – U. Greine (1), Cmok, Gohrke (4), Schenk, Mohr (1), Jendreiko (2), D. Greine, Szawrowski, Schmitz, Abtmeyer, Bahr, Jäger (2)

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