Nach drei Aufstiegen und einem Abstieg

Nach mehr als elf Jahren hört Frank Adamski bei RWE auf

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OER-ERKENSCHWICK - Frank Adamski beendet seine Karriere. Acht Jahre trug er bei RWE die Kapitänsbinde. Drei Aufstiege, aber auch einen Abstieg gab’s mit ihm.

Der erste Aufstieg mit RWE liegt für den 31-Jährigen nun zehn Jahre zurück. Erinnern kann er sich noch gut daran. „Ich bin morgens erst so spät nach Hause gekommen, dass ich unserem Postboten noch bei der Arbeit geholfen habe. Das war schon eine krasse Aktion“, blickt Frank Adamski zurück. Jetzt hängt er seine „Pöhler“ an den Nagel. Nach knapp elfeinhalb Jahren ist für ihn Schluss mit Seniorenfußball. Auf den ersten Erfolg seiner langen Laufbahn bei RWE blickt er aber gerne zurück.

In der Winterpause 2007/2008 kehrte er in die Honermannsiedlung zurück, nachdem er schon von den Minis bis zur E-Jugend für die Erkenschwicker am Ball war, ehe es ihn über die Stationen BW Post Recklinghausen und TuS 05 Sinsen bis zum TSV Marl-Hüls verschlug, wo der inzwischen 31-Jährige ab der B-Jugend auf dem Platz stand und wo er seine ersten Pässe als Senior spielte.

„Das war zunächst ein Kulturschock für mich, als ich zu Rot-Weiß zurückkam, plötzlich in der Kreisliga C auf Asche zu spielen“, scherzt der langjährige Kapitän heute. Unter Trainer Andreas Jakob, heute Vorsitzender des Vereins, dauerte es nicht lange, bis sich die Rot-Weißen als Vizemeister der Saison 2011/2012 in die Kreisliga A hochspielten. Diese beiden ersten Aufstiege bezeichnet Adamski heute noch als seine „absoluten Highlights und wohl geilste Zeit bei RWE“.

Eng befreundet mit Torjäger Florian Pagels

Besonders zu seinem damaligen Coach Jakob habe er dabei einen guten Draht gehabt. „Andreas und ich kennen uns schon sehr lange. Wir kamen ungefähr zeitgleich zu Rot-Weiß und als Kapitän habe ich sehr eng mit ihm zusammengearbeitet.“ Auch zu Torjäger Florian Pagels, mit welchem er jahrelang zusammen auf dem Platz stand, pflegt Adamski eine besondere Beziehung, sind beide doch auch neben dem Platz sehr gut befreundet. „Ich werde wohl nie vergessen, wie ,Palle’ vom Platz geflogen ist, weil er seinen ausgezogenen Schuh auf den gegnerischen Keeper geworfen hat, um ihm den Ball aus der Hand zu schlagen.“

Doch dass der Mittelfeldmann solche Anekdoten erzählen kann, ist keine Selbstverständlichkeit, da er in seiner langen Zeit bei RWE auch mit Wechselgedanken spielte. Insbesondere Stadtrivale Grün-Weiß wäre für ihn eine denkbare Option gewesen. Auch eine Rückkehr zum TSV stand im Raum. Am Ende ist er jedoch immer treu geblieben.

Der Entschluss zum Aufhören ist dabei schon lange gefallen. Bereits vor der Saison hatte Adamski seinem Trainer Andreas Albersmann mitgeteilt, dass es die letzte sein wird. Die Prioritäten hätten sich nach der Geburt seiner Tochter vor eineinhalb Jahren geändert. „Am Ende habe ich auch gemerkt, dass die Luft ein bisschen raus ist.“

Berlin-Marathon im September ist das Ziel

Sportlich aktiv möchte der 31-Jährige dennoch bleiben. Zum einen ist es ein Teil seines Jobs beim Deutschen Sport- und Präventionsnetzwerkes, bei welchem er unter anderem Betriebssportgruppen leitet, körperlich fit zu bleiben. Doch Adamski hat sich auch ein größeres Ziel gesetzt: den Berlin-Marathon Ende September. „Das wird aber eine einmalige Sache“, sagt der gebürtige Oer-Erkenschwicker, der auch in der Freizeit viel Fahrrad fährt und im Winter auf Skiern oder Snowboards zu finden ist. Sicher ist er sich aber auch, dass es irgendwann einen Weg zurück zum Fußball geben wird – aber eben nicht mehr zu den Senioren. „Ich will jetzt erst mal ein, zwei Jahre ins Land ziehen lassen. Danach könnte ich mir vorstellen, zusammen mit meinen alten Weggefährten eine relativ frische Altherrenmannschaft auf den Platz zu bringen.“

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