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Jörg Tottmann hat sich von seinen Spielern bereits verabschiedet.

Nach Zoff mit Chefcoach Inal

Tottmann und Urban schmeißen bei der Spvgg. hin

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OER-ERKENSCHWICK - Am Donnerstagabend nach dem Training soll’s laut geworden sein auf der Jule-Ludorf-Sportanlage. Nach einem Gespräch mit Chefcoach Ahmet Inal trat erst Stefan Urban und dann Jörg Tottmann zurück. Die Jugendabteilung der Spvgg. Erkenschwick muss sich nun ein neues Trainerteam für die U19 und einen neuen Jugendleiter suchen.

Und dann auch noch das: In der Jugendabteilung der Spvgg. Erkenschwick läuft es in dieser Saison alles andere als rund. Die U17 hat mit Lukas Großmann bereits den vierten Trainer, liegt in der Landesliga auf dem vorletzten Tabellenplatz und steckt mitten im Abstiegskampf. Gleiches gilt auch für die U19-Junioren, die nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim SC Westfalia Herne ebenfalls auf den vorletzten Platz abgerutscht sind. Und in dieser schweren Krise muss sich der Klub jetzt auch noch ein neues Trainerduo für die U19 und einen neuen Jugendleiter obendrein suchen.

Am Wochenende hatten Jörg Tottmann und Stefan Urban den Vereinsvorsitzenden Hermann Silvers darüber unterrichtet, dass sie mit sofortiger Wirkung nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Was auf den ersten Blick wie eine im Fußball übliche Trennung aufgrund von Erfolglosigkeit aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als etwas ganz anderes. „Die Mannschaft ist intakt“, sagt Jörg Tottmann. Und auch das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer sei gut. Unzählige Nachrichten hatte Tottmann bis zum Dienstag auf dem Handy. Nachrichten von seinen Spielern, von denen er sich am Sonntag nach dem Herne-Spiel verabschiedete und die jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um den 55-Jährigen umzustimmen. Doch die Entscheidung steht.

„Bis zum Sommer mache ich nichts mehr. Dann sehen wir weiter. Wenn diejenigen, die aktuell Intrigen spinnen und Unwahrheiten verbreiten, nicht mehr im Verein wären, dann würde ich wieder mithelfen – notfalls auch als E-Jugendtrainer. Die Spvgg. liegt mir am Herzen“, versichert der Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz.

Doch was war passiert, das den so plötzlichen Rücktritt begründen könnte? Dazu gibt es unterschiedliche Darstellungen der betroffenen Personen. Fest steht, dass sich die beiden Jugendtrainer Tottmann und Urban am vergangenen Donnerstag nach dem Training mit Chefcoach Ahmet Inal unterhalten haben. Das bestätigen alle Beteiligten. Es soll um ein von Tottmann und Urban erstelltes neues sportliches Konzept gegangen sein, in dem Ahmet Inal als Trainer der Westfalenliga-Senioren nicht mehr vorgesehen war. „Das Konzept war aber längst vom Tisch und Ahmet Inal und ich konnten alle Ungereimtheiten ausräumen“, versichert Tottmann, der sich weiter aber nicht äußern möchte.

Verhältnis zu Inal ist schon länger gestört

Der Vereinsvorsitzende Hermann Silvers und dessen Stellvertreter Andreas Giehl bestätigen, dass die Chemie zwischen dem Trainerduo der U19 und dem Seniorencoach seit längerer Zeit nicht stimmte. „Was am Ende die Wahrheit ist und was sich wirklich am Donnerstag abgespielt hat, kann ich nicht sagen. Ich war ja nicht dabei. Fest steht, dass wir jetzt schnell einen neuen Trainer finden müssen. Unsere A-Jugend darf nicht absteigen“, sagt Silvers. Er selbst hat schon Gespräche mit potenziellen Nachfolgern aufgenommen: „Eine Entscheidung wird in den nächsten Tagen fallen.“ Am Dienstag leitete Lukas Großmann das Training, der schon die U15 und U17 trainiert.

Auch interessant: Jörg Tottmann unterstützt die Arbeit beim FC 26. 

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