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SW Röllinghausen unterlag bei GW Erkenschwick am Sonntag mit 2:3. 

SW Röllinghausen prüft Protest

Hätte Meyers Treffer zum 3:3 zählen müssen? So schildert der Schiedsrichter die Szene

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Einem Protest nach dem 3:2 gegen Röllinghausen blickt man bei GWE gelassen entgegen. Der Schiri hat die strittige Szene im Spielbericht beschrieben.

Auch einen Tag nach der Niederlage am Oer-Erkenschwicker Nußbaumweg war bei Röllinghausens Trainer Frank „Zecke“ Fuhrmann der Ärger über den nicht gegebenen 3:3-Ausgleich seiner Mannschaft kurz vor Spielende nicht verraucht: „Für mich war es ein klares Tor. Und der Schiedsrichter hat auch auf Tor entschieden.“ 

Gestrecktes Bein von Luka Meyer

Luka Meyer war, nach einem langen Ball in Richtung GWE-Tor, einen Tick eher am Ball als Torwart Christopher Ditterle. Der Ball lag danach sogar schon zum Anstoß im Mittelkreis bereit. Schlussmann Ditterle wälzte sich aber verletzt am Boden. GWE-Coach Thomas Synowczik betrat zur Behandlung des verletzten Spielers das Feld und reklamierte dabei ein Foulspiel an seinem Keeper. In der Szene hatte der Unparteiische Julian Fitze dem A-Lizenz-Trainer sogar wegen Reklamierens noch die Gelbe Karte gezeigt. 

Freistoß statt Anstoß

Zur Verwunderung vieler, entschied der Spielleiter dann auf Freistoß für die Gastgeber. Der Treffer zählte trotz der Röllinghäuser Proteste nicht. „Für mich ist das eine korrekte Entscheidung, denn der Röllinghäuser Spieler geht mit gestrecktem Bein zum Ball“, sagt Trainer Synowczik. „Die Röllinghäuser und auch viele meiner Spieler haben die Geste des Schiris nach dem Treffer wohl falsch interpretiert“, vermutet der Coach. „Der Schiedsrichter zeigt nach dem Pfiff in Richtung Mitte. Aber was hätte er sonst machen sollen? Das Zeichen des Schiris ist doch in dieser Situation das gleiche – egal, ob er auf Tor oder Freistoß für uns entscheidet“, gibt Synowczik zu bedenken. 

So beschreibt der Schiri die Szene

Später hatte der Schiedsrichter selbst die Szene im elektronischen Spielbericht im DFB-net noch einmal aus seiner Sicht geschildert. Der Bericht liegt unserer Redaktion vor. Darin schildert Fitze, dass er nicht auf Tor entschieden habe, sondern auf Foulspiel am GWE-Torwart, worauf er nach der Behandlung das Spiel mit direktem Freistoß für die Heimmannschaft fortsetzen ließ. Nach Spielschluss seien die Proteste weitergegangen, schreibt Fitze. 

Proteste auch nach Spielschluss

Ein Zuschauer sei nach Abpfiff auf ihn zugekommen, habe ihn festgehalten und ihn angeschrien mit den Worten: „Schiri, hast du keine Eier in der Hose oder warum hast du das Tor nicht gegeben?“ Ob SW Röllinghausen nun Protest einlegen wird, ist noch nicht klar, wie Trainer Fuhrmann am Montagvormittag erklärte: „Wir gehen da ganz behutsam mit um und werden uns beraten, wie wir uns verhalten sollen.“

Wie die Spiele der Oer-Erkenschwicker Kreisligisten am vierten Spieltag gelaufen sind, lesen Sie hier. 

In der vergangenen Woche hatte noch ein anderes Thema die Verantwortlichen von GW Erkenschwick beschäftigt: Ex-Trainer Peter Gatberg macht Stimmung gegen den Vorsitzenden Andreas Artmann.   

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