Schach

Große Ziele für ein junges Talent

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OER-ERKENSCHWICK - Ein Zwölfjähriger lässt durch starke Leistungen aufhorchen.

Durch den zwölfjährigen Kai Spriestersbach geraten die „alten Hasen“ des SV Erkenschwick ordentlich ins Schwärmen. Mit einer DWZ (Deutsche Wertungszahl) von 1652 gilt der Oer-Erkenschwicker als großes Talent und mischt somit schon beim Training oder bei Turnieren gegen wesentlich erfahrenere Gegenspieler mit. „Das ist definitiv hoch anzusiedeln. Kai macht Jahr für Jahr große Sprünge und zeigt, dass er enormes Potenzial besitzt“, freut sich Peter Trzaska, Jugendtrainer beim SV Erkenschwick, über den steilen Aufstieg seines Schützlings.

Zurzeit spielt Kai noch in der dritten Mannschaft in der Verbandsbezirksliga. Die Zielsetzung seinerseits ist jedoch ganz klar. Irgendwann möchte er für die erste Mannschaft in der Oberliga NRW die Figuren übers Brett jagen. „Ich habe aber auch noch weitere Ziele. Mit 20 Jahren hätte ich gerne den Titel des Großmeisters. Dafür brauche ich einen DWZ von 2400, also ist das noch ein langer Weg“, so der ehrgeizige Schüler, der neben dem Schach noch Fußball in der D-Jugend des SV Titania Erkenschwick spielt.

Einmal wöchentlich bekommt er, zusätzlich zu dem dreimaligen Vereinstraining, noch Einzelunterricht von Franz-Adolf Schulze Bisping. Der Lehrer des städtischen Gymnasiums hält die Ziele des jungen Erkenschwickers zwar für hoch gesteckt, aber nicht für unmöglich zu erreichen. „Es ist natürlich jetzt schwer zu sagen, wo genau die Reise hingeht. Kai ist noch sehr jung und daher kann sich an seinen eigenen Interessen im Laufe der Zeit noch viel verändern. Dass er ziemlich talentiert ist, ist natürlich klar. Und für den Verein ist es super, solch einen Nachwuchsspieler in den eigenen Reihen zu haben. Er hat aber auch noch viel Luft nach oben“, sagte Schulze Bisping, der für die zweite Mannschaft des SVE in der Verbandsliga aktiv ist. Bereits mit vier Jahren erlernte Kai das Schachspielen. „Meine Oma brachte mir es bei und dann haben wir immer mal wieder gegeneinander gespielt. In der zweiten Klasse war ich dann in der Schach-AG, doch weil ich der einzige war, der regelmäßig dorthin ging, wurde diese aufgelöst. Um dem Sport treu zu bleiben, bin ich dann in den Verein gegangen.“

Nahezu täglich sitzt er zuhause und trainiert. „Manchmal spiele ich für mich alleine, aber ich trainiere auch online, oder indem ich mir Lernvideos auf YouTube angucke.“ Als seinen bisher größten Erfolg gibt der Zwölfjährige den Gewinn der U14-Bezirksmeisterschaften vor drei Jahren an, die er als damals Neunjähriger gewonnen hatte.

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